Swiss League

Chiriaev und Rouiller schiessen den EHCO zu einem 3:1-Erfolg gegen Thurgau – Mischler verpasst Shutout-Kunststück

Der EHC Olten feiert den zweiten Sieg innerhalb einer Woche. Gegen den HC Thurgau erhöhte Olten das Skore stetig, sodass es kurz vor Schluss 3:0 stand. Der Thurgauer Treffer zum 1:3 wenige Sekunden vor Spielende war nichts anderes als Resultatkosmetik, vermieste Mischler aber den Shutout.

Es schien fast, als ob die Schiedsrichter Oltens Goalie Matthias Mischler noch einmal auf Herz und Nieren prüfen wollten. Erst gaben sie EHCO-Captain Lukas Haas 47 Sekunden vor der Schlusssirene eine Strafe. 29 Sekunden später schickten sie auch noch Chris Bagnoud aufs Sünderbänkchen.

Und so kam das, was kommen musste. Die Thurgauer trafen acht Sekunden vor dem Spielende noch zum 1:3 und vermiesten damit Mischler ein Kunststück, das es ihm schon so lange nicht mehr gelungen ist, dass er sich selber nicht daran erinnern konnte: Zwei Shutouts in Serie.

Kein grosser Ärger bei Mischler

Gross ärgern mochte sich der Oltner Schlussmann über das verpasste Zu-Null nicht. «Hauptsache gewonnen», lautete sein Fazit nach einem Spiel, in dem sich der EHC Olten gegen einen Kontrahenten, gegen den man sich schon fast traditionell schwertut, drei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze sicherte.

Matthias Mischler hatte nach dem 11:0-Sieg seiner Mannschaft am Dienstag gegen die GCK Lions bereits Gipfeli für alle mitbringen müssen (der Schütze des zehnten Treffers, Martin Ulmer war für das Bier besorgt). Diesmal blieben Mischler weitere Unkosten erspart. Aber eigentlich müssten ihm seine Vorderleute ein Geschenk besorgen. Denn es war vor allem dem starken Oltner Keeper zu verdanken, dass sich der EHCO in diesem harzigen Spiel letztlich durchsetzte.

Denn die Powermäuse fanden lange Zeit kein Rezept, gegen die clever agierenden Ostschweizer zu wirklich guten Torchancen zu kommen. Im ersten Drittel brachte man nur sechs (meist harmlose) Schüsse auf das Thurgauer Tor zustande. Die Oltner waren auf den letzten Metern zu wenig zielstrebig und machten den Gästen die Verteidigungsarbeit leicht.

Mäder erstmals überzählig

Erst Jewgeni Schirjajew – wieder einmal er – brach den EHCO-Torbann, indem er einen Penalty souverän verwandelte (24.). Doch auch dieses Erfolgserlebnis hatte nur bedingt die erwünschte Wirkung aufseiten der Oltner, die in der Offensive den Tritt nie richtig fanden. Was auch damit zusammenhängen mag, dass Headcoach Chris Bartolone mit den Rückkehrern Marco Truttmann und Devin Muller (beide agierten unauffällig) frische Kräfte brachte und so die Linien etwas durcheinanderwirbelte.

In diesem Zusammenhang bemerkenswert: Stefan Mäder war erstmals in dieser Saison überzählig – nicht ganz überraschend. Der kräftige Mittelstürmer wirkte zuletzt etwas ausgepumpt.

Gutes Unterzahlspiel

Dass sich die Oltner letztlich erstmals in dieser Saison nach 60 Minuten gegen den HC Thurgau durchsetzten, lag neben dem glänzend aufgelegten Mischler auch am gut funktionierenden Unterzahlspiel (wenn man den Gegentreffer kurz vor Schluss ausklammert). Die Oltner wurden von den etwas wirr pfeifenden Schiedsrichtern an diesem Abend bestimmt nicht bevorteilt und fanden sich sechsmal mit einem Mann weniger auf dem Eis.

Es passte, dass das vorentscheidende 2:0 durch den eben von der Strafbank gekommenen Anthony Rouiller fiel. Der Oltner Offensivverteidiger kommt nach seiner Verletzungspause immer besser in Schwung. Es wäre an der Zeit, dass er im derzeit immer noch recht holprigen EHCO-Powerplay den Platz als Steuermann der ersten Überzahl-Formation an der blauen Linie von Simon Lüthi übernimmt.

Lesen Sie hier die Partie im Liveticker nach: 

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