Mit seinem allerletzten Stein, im achten und gleichbedeutend letzten End, stellte Skip Jürg Zeller vom CC Solothurn den knappen 5:4-Sieg aus Sicht seines Teams an der Solothurner Kanne, gegen das Team des CC Grenchen, sicher.

In einer von Beginn an sehr ausgeglichenen und taktisch vorsichtig geführten Begegnung gingen die beiden Skips keine unnötigen Risiken ein. Somit erstaunt es nicht wirklich, dass das erste End mit einem leeren Haus endete. Im zweiten End war es Skip Patrick Urech, der mit seinem letzten gespielten Stein den CC Grenchen mit 1:0 in Führung brachte.

Zweierhaus im siebten End

In der Folge wechselten sich die beiden Teams stetig in der Übernahme der Führung ab. Im siebten End gelang dem Team von Patrick Urech mit einem «Zweierhaus» in höchster Not der Ausgleich. Damit war für Hochspannung im letzten Durchgang gesorgt.

Hochspannung, die sich bis zum letzten Stein Jürg Zellers bis ins Unermessliche steigerte. Es galt, den turnierentscheidenden Stein in extremis an den vor dem Haus liegenden Steinen vorbei zu bugsieren, und sich des im Zentrum Schott liegenden Steins mittels Take-out zu entledigen. Ein Unterfangen, das dem Captain des Teams Solothurn auch perfekt gelang.

Der Druck war immens

Nach dem Spiel sprach der vor Glück regelrecht strahlende Skip des Gewinnerteams von einem grandiosen Gefühl, nach vielen Jahren das heimische Turnier endlich gewonnen zu haben. «Vor meinem letzten Stein war der Druck immens hoch. Ich wusste, dass ich den Stein bringen musste, um zu gewinnen», fasste Jürg Zeller die Ausgangslage in eigenen Worten noch einmal zusammen und fügte hinzu «Den Titel gegen das Team von Patrick Urech zu gewinnen, ist für uns aufgrund der Finalniederlage vor drei Jahren gegen denselben Gegner eine grosse Genugtuung.»

In einem ebenfalls sehr engen Spiel sicherten sich die Gäste aus dem deutschen Mannheim den dritten Platz. Das Team von Skip Uwe Saile setzte sich in einem Zusatzend gegen die von Pierre Hug angeführte Equipe mit 9:7 durch und sorgte damit für einen versöhnlichen Turnierabschied.

Breit gefächertes Teilnehmerfeld

Präsident und Turnierorganisator Martin Simonet gab sich nach dem Turnier äusserst zufrieden: «Wir kamen während der drei Turniertage sowohl in den Genuss von sehr engen und ausgeglichenen Spielen, wie auch solchen, die bereits nach wenigen Steinen entschieden waren.» Einzig über die geografische Verbreitung des Teilnehmerfelds ist der Veranstalter nicht ganz glücklich: «Für die nächste Austragung wollen wir unser Teilnehmerfeld möglichst über grosse Teile des Mittellands verteilt haben.»