Eishockey
Burgdorf zeigt Leader Zuchwil den Meister

In einer attraktiven Begegnung musste sich Leader Zuchwil erstmals in dieser 1.-Liga-Saison bezwingen lassen. Die Solothurner unterlagen einem starken Meister Burgdorf mit 0:3. Das Woschakow-Team präsentierte sich nicht auf der Höhe der Aufgabe.

Stefan Siegrist
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Zuchwils Eishockeyaner gegen Burgdorf
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Dominic Lüthy (rechts) im Zweikampf mit Burgdorfs Simon Kühni.
Leandro Gfeller (Mitte) geht Burgdorfs Goalie Michael Kaufmann unsauber an.
Christian Reber (links) verpasst das Tor nur um Millimeter.
Zuchwisl Fabian Born wird von den Burgdorfern Verteidigung perfekt abgedrängt.
Leandro Gfeller (rechts) kommt gegen Burgdorfs Alain Saegesser und Marco Blaser (links) zu spät.

Zuchwils Eishockeyaner gegen Burgdorf

Marcel Bieri

Zum Auftakt der Rückrunde trafen sich die beiden Favoriten Zuchwil und Burgdorf. Die Finalreprise vom März sollte ein richtiger Test für das Woschakow-Team werden. Die Gäste aus Burgdorf zogen sich regelrecht zurück. Mit ihrer bekannten Drei-Mann-Defensive wollten sie Zuchwil ab der Mittellinie stoppen.

Das Rezept ging nicht schlecht auf, die Gastgeber kamen trotzdem zu einigen guten Torchancen. Diese vereitelte jedoch Burgdorfs Torhüter Kaufmann, der einen bestechend sicheren Eindruck hinterliess. Zuchwil Regio seinerseits war in der Defensive nicht über alle Zweifel erhaben. Mit Burgdorfs Tempogegenstössen hatten die Eisherren ihre Mühe. In der 18. Minute fiel der einzige Treffer des Startdrittels. Oldie Robert Othmann brachte Burgdorf 1:0 in Führung.

Zuchwil findet keine Mittel

Nach der ersten Pause machten die Gäste mehr nach vorne. Die Emmentaler witterten ihre Chance und beschränkten sich nicht mehr nur auf die Konter. Es kam zu etlichen guten Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten, lange aber ohne Erfolg. Erst in der 36. Minute durften die Gäste wieder jubeln. Der Ex-Zuchwiler Simon Kühni erhöhte den Vorsprung. Das 2:0 nach 40 Minuten war korrekt, denn Burgdorf war das bessere Team mit den besseren Aktionen.

Zuchwil fand wie schon im Playoff-Final keine Mittel gegen die gegnerische Defensive und speziell gegen Goalie Kaufmann. Einige Leistungsträger von Zuchwil enttäuschten auf der ganzen Linie und waren teils über 60 Minuten unsichtbar.

Harte Worte des Assistenztrainers

Da sich die Vehemenz und der Wille vor dem gegnerischen Tor bei Zuchwil auch im dritten Abschnitt nicht änderte, war die erste Saisonniederlage Tatsache. Renato Schütz erhöhte in der 42. Minute gar noch auf 3:0 für die Emmentaler. Zuchwils Assistenzcoach Weibel ging hart mit seinen Mannen ins Gefecht: «Heute gewann die bessere Mannschaft. Wir hatten kein Herz und keinen Willen. Wir waren nicht dort, wo es wehtut. Ich bin sehr enttäuscht.»

Die Niederlage hat aber auch etwas Positives, so Weibel weiter: «Jetzt sind wir wieder auf dem Boden der Realität. Wir haben dem Team mitgeteilt, dass es ab Montag wieder anders gehen muss. Wir müssen bereit sein, wieder Drecksarbeit zu verrichten.»

Lange Zeit bleibt den Zuchwilern nicht, denn schon am Dienstag kommt es zum richtigen Spitzenkampf. Nach der gestrigen Runde hat Wiki-Münsingen punktemässig zu Zuchwil aufgeschlossen und geniesst am Dienstag in Wichtrach Heimrecht.