Fussball

Büren an der Aare hat toll gespielt, aber dumm verloren

250 Kilogramm frittierte Eglifilets verkauft und drei Punkte verschenkt – so lässt sich das Wochenende des FC Büren an der Aare kurz zusammenfassen. Büren an der Aare unterliegt Boncourt 1:2.

Denn auf dem Sportplatz Lachen war während dreier Tage das traditionelle Fischessen angesagt, und die 1:2-Niederlage gegen Boncourt vom Sonntag war nach einem guten Spiel absolut unverdient.

Trotz einer recht langen Verletztenliste zeigte Büren sofort, wer Herr auf dem Platz ist, und setzte den Gegner unter Druck. Boncourt wurde weit zurückgedrängt, und sogar die beiden Sturmspitzen der Jurassier halfen mitten in der eigenen Hälfte beim Verteidigen mit. Dieses Powerplay wurde mit dem 1:0 durch Marco Schild belohnt.

Vor allem über die linke Seite, über den glänzend aufgelegten Reto Rüttimann, rollte ein schöner Angriff nach dem anderen. Doch im genau gleichen Rhythmus versiebte Büren eine Torchance nach der anderen. In der 63. Minute hätte zum Beispiel Nils Beyeler das 2:0 schiessen müssen, doch er versuchte es mit einem technischen Kabinettstücklein.

Geschickte Kombinationen

Büren kombinierte nach Belieben, und das schmeckte den Zuschauern fast so gut wie die Eglifilets. Trotz der knappen Führung wollte das Team von Kurt Baumann nicht auf Sicherheit spielen und griff munter an. Doch wer ein Dutzend bester Chancen nicht zum 2:0 nutzt, wird irgendwann bestraft. Ein dummer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung und Boncourt konterte mit Borruat über die linke Bürener Seite. Adrian Steinbacher hinderte den Jurassier mit einem Foul am Torschuss, was der Schiedsrichter mit einem Penalty und einer gelben Karte bestrafte – gegen Sandro Imperiali. Den Penalty verwertete Bottelli sicher zum Ausgleich.

In der 77. Minute wurde Büren wieder in der Vorwärtsbewegung erwischt. Diesmal stiess Borruat über die andere Seite vor und bediente in der Mitte Schewzuck, der zum 1:2 verwertete. Als Büren zur Schlussoffensive ansetzen wollte, wirkte sich der Schiri-Fehler bei der Verwarnung zuvor negativ aus. Imperiali foulte – und sah diesmal zu Recht die gelbe Karte. Die rote folgte logischerweise sofort, und mit nur noch 10 Mann war Bürens Widerstand gebrochen.

Trotz der unglücklichen Niederlage war Bürens Trainer Kurt Baumann, sonst bekannt für sein Temperament, erstaunlich gelassen. «Das ist jetzt das dritte Spiel, das wir so verlieren», analysierte er. «Wir machen den Sack nicht zu und laufen nach individuellen Fehlern in Konter.» Trotzdem: Der zweite Platz in der Gruppe 2 der Berner 2. Liga kann sich sehen lassen. So hat sich Baumann Grosses vorgenommen: «Ich will immer einen Schritt weiterkommen. Nächste Saison ist der Aufstieg in die 2. Liga inter unser Ziel.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1