In der Partie mit normaler Bedenkzeit realisierte der mit Schwarz spielende Bruno Kamber im 45. Zug zwar einen Bauerngewinn, doch führte das Endspiel Turm und zwei Bauern gegen Turm und einen Bauer und später König/Bauer gegen König nach 75 Zügen und fünfeinhalb Stunden Spielzeit zum Remis.

In der Kurzpartie mit einer Bedenkzeit von zehn Minuten plus zehn Sekunden pro Zug hatte Kamber mit Weiss etwas Initiative, allerdings verflachte diese gegen das Endspiel hin Richtung Vorteil für Jonas Wyss. Mit zwei gegen sechs Minuten Restzeit beging Wyss jedoch einen kapitalen Fehler und übersah im 38. Zug ein einzügiges Matt seines Gegners.

Bruno Kamber wahrte in diesem Final, der bereits im vergangenen Oktober hätte gespielt werden sollen, jedoch wegen eines mehrmonatigen Auslandaufenthaltes von Jonas Wyss verschoben worden war, seine beeindruckende Serie: Noch nie hat der Oltner, der 1998, 2001 und 2007 auch Bundesmeister war, einen Cupfinal verloren.

Der Informatikspezialist zog damit zu den beiden bisherigen Rekordsiegern Hans Johner und Hansruedi Glauser auf, welche den 1941 erstmals ausgetragenen K.o.-Wettbewerb ebenfalls fünfmal gewonnen haben  Johner in den Jahren 1941, 1943, 1954 bis 1956, Glauser 1963, 1966, 1969 bis 1971. Wyss hingegen verpasste einen zweiten Triumph. 2009 war der angehende Elektroingenieur-Doktorand in der Dreitannenstadt Bundesmeister geworden.