Schwingen

Bruno Gisler fühlt dem König auf den Zahn

Bald wieder Grund zum Jubeln? Bruno Gisler ist nach dem Sieg am «Innerschweizerischen» der Top-Favorit am Weissenstein-Schwinget.

Bald wieder Grund zum Jubeln? Bruno Gisler ist nach dem Sieg am «Innerschweizerischen» der Top-Favorit am Weissenstein-Schwinget.

Nach dem Sieg von Bruno Gisler am «Innerschweizerischen» sind die einheimischen Hoffnungen für den Weissenstein-Schwinget am Samstag gross. Nach dem Triumph des Aargauers Christoph Bieri vor drei Jahren ist jetzt sogar ein Solothurner Topfavorit.

Zehn Jahre nach Gislers überraschendem Weissenstein-Bergfestsieg, damals noch in den Reihen der Nordostschweizer, tritt der Rumisberger Landwirt auf dem Solothurner Hausberg als heisser Sieganwärter an. Doch 20 Innerschweizer und 10 Nordostschweizer Gäste sorgen für harte Konkurrenz. Unter den 30 Gästenamen ragt einer heraus. Arnold Forrer, der Schwingerkönig von 2002, führt zurzeit die offizielle Jahreswertung an. Der Toggenburger hat in dieser Saison bereits vier Kranzfeste gewonnen, darunter zwei Teilverbandsanlässe. Im ersten Gang kommts deshalb gleich zur absoluten Spitzenpaarung zwischen Gisler und Forrer. «Da bin ich zuversichtlich, dass dies gut herauskommt», sagt der Technische Leiter der Nordwestschweiz, Stephan Strebel. Er ist alleine für die Paarungen im ersten Gang verantwortlich.

Hoffen auf zweite Garde

Im Vorjahr erlebten die gastgebenden Nordwestschweizer auf dem Weissenstein gegen die Berner eine herbe Schlappe. «In diesem Jahr hoffe ich auch auf die zweite Garde», sagt Strebel. Wenn mehreren Nordwestschweizer Mittelschwingern wie am letztjährigen «Nordwestschweizerischen» in Döttingen ein Exploit gelingt, dann dürfte das Ziel von vier Kränzen realistisch sein. Im Vorjahr verfehlte nicht nur Gisler, sondern auch die beiden weiteren NWS-Topschwinger Christoph Bieri und Mario Thürig das Eichenlaub.

Weitere Kranzgewinne möglich

Nebst Bruno Gislers Ambitionen auf den Tagessieg erhoffen sich die einheimischen Zuschauer auch den einen oder anderen Effort weiterer Solothurner Schwinger. Ein Kranzgewinn ist am ehesten Remo Stalder zuzutrauen. Der Mümliswiler sicherte sich bereits letztes Jahr Weissenstein-Eichenlaub. In sechs Gängen liess er sich damals nicht bezwingen. Ebenso gehört der Bettlacher Thomas Stüdeli zu den Solothurner Stützen mit Bergkranzerfahrung. Auch der Mümliswiler Marcel Kropf liess sich schon einen Bergfestkranz aufsetzen. Auf der Schwingerliste figurieren insgesamt 14 Vertreter des Solothurner Kantonalverbandes.

Erstklassige Besetzung

Die Zuschauer erwartet angesichts der Gästeschwinger wie Andi Imhof, Martin Koch, Adi Laimbacher, Marcel Mathis und Christian Schuler aus der Innerschweiz sowie Andy Büsser und Arnold Forrer aus der Nordostschweiz ein erstklassig besetzter Bergschwinget. Aufgrund des Berner Teilverbandsfestes am Sonntag in Niederscherli findet der Weissenstein-Schwinget für einmal an einem Samstag statt. Das Anschwingen beginnt um 8.30 Uhr. Der Schlussgang ist auf 16.30 Uhr festgelegt. Im Anschluss an den Bergschwinget steigt im Festzelt ein Unterhaltungsabend.

Andreas Henzer in einem ZDF-Beitrag zum Schwingen: www.zdf.de

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