Es ist schon eine schöne Tradition: Auch die 63. Delegiertenversammlung des Solothurner Fussballverbandes, geleitet durch SOFV-Präsident Roland Stampfli, ging am Freitagabend im Personalrestaurant der Scintilla in Zuchwil rassig und ohne Misstöne über die Bühne. Dies, obwohl der FC Zuchwil zwei brisante Anträge gestellt hatte. Beide Anträge wurden vom SOFV-Vorstand zur Annahme empfohlen und danach sagten die Delegierten der Vereine dazu grossmehrheitlich «Ja».

So erteilte die DV dem Vorstand des SOFV den Auftrag, die Grundlagen für die Lancierung einer Volksinitiative zu erarbeiten, mit der die Entschädigungen für ehrenamtliche Jugendarbeit bis zu einem Betrag von 5000 Franken gesetzlich von den Steuern befreit werden können.

Wegfall von Entschädigungen

Der zweite Antrag betrifft den Wegfall der bisherigen Ausbildungsentschädigungen, die bis vor kurzem bei einem Transfer eines jugendlichen Fussballers vom neuen Verein an den Ausbildungsverein fällig wurden. Das Bundesgericht hat nämlich entschieden, dass diese Ausbildungsentschädigungen unhaltbar sind, und dass das Recht, den Verein zu wechseln, höher zu gewichten ist. Die Delegierten erteilten also dem Vorstand des SOFV auf Antrag des FC Zuchwil den Auftrag, geeignete Massnahmen auszuarbeiten, damit in Zukunft die Ausbildungsvereine wieder besser vor «Trittbrettfahrern», also Mannschaften, die rund herum nur die talentierten Fussballer abgrasen wollen, geschützt werden können.