Unihockey

Break und direktes Re-Break: Auf den Höhenflug folgt die herbe Niederlage für den SV Wiler-Ersigen

Nach seinem gestrigen 10:5-Sieg auswärts in Köniz muss der SV Wiler-Ersigen einen Tag später eine vermeidbare 4:5-Niederlage einstecken.

Nach seinem gestrigen 10:5-Sieg auswärts in Köniz muss der SV Wiler-Ersigen einen Tag später eine vermeidbare 4:5-Niederlage einstecken.

Der SV Wiler-Ersigen führt im Playoff-Halbfinal mit 2:1, muss zuhause aber einen herben Dämpfer einstecken. Der SVWE schafft am Samstag im «Battle of Kanton Bern» mit einem bärenstarken Auftritt und dem 10:5-Sieg auswärts in Köniz das Break, muss aber nur einen Tag später eine vermeidbare 4:5-Niederlage einstecken.

Im ersten Halbfinalspiel vor einer Woche hatte der SVWE vor allem mit einer kontrollierten und kompakten Defensivleistung über 40 Minuten überzeugt und von der zwischenzeitlichen 4:0-Führung gezehrt.

Die Abwehrleistung im zweiten Spiel am vergangenen Samstag war dann um einiges weniger konsequent und die Könizer Paradeformation durfte bis zur 24. Minute drei Tore bejubeln. Der Haken an der Sache für den Meister: Er verteidigte selbst noch um einiges schwächer und musste beim Blick auf die Anzeigetafel in der 37 Minute auch noch das Resultat in dieser Form – 3:7 aus Könizer Sicht – zur Kenntnis nehmen.

Deprimierende Fangquote

Der Zeitpunkt auch, als Nationaltorhüter Patrick Eder seinem Ersatz Haldemann Platz machen musste. Wie schon im ersten Spiel konnte Eder die zahlreichen Fehler seiner Vorderleute nicht genügend ausbügeln und musste mit einer für ihn deprimierenden Fangquote von unter 50 Prozent vom Feld.

Auf der Gegenseite konnten sich am Samstag allen voran die SVWE-Routiniers in Szene setzten. Lehtinen erzielte gleich drei der ersten sieben Tore und unterstrich einmal mehr, dass er einer der meist unterschätzen Ausländer der Liga ist.

Starke Rückkehrer

Der Finne, welcher acht Spiele wegen Rückenproblemen verpasst hatte, ist sicherlich keine Laufmaschine, aber ein exzellenter Skorer, welcher im Schnitt bei 1.5 Punkten pro Spiel steht. Lehtinen profitierte auch davon, dass nun auch der 37-jährige Matthias Hofbauer in den Playoffs angekommen ist.

Die Wiler-Legende hatte aus privaten Gründen die ersten beiden Playoff-Spiele gegen Uster verpasst und stand bis gestern erst bei zwei Assists. Doch mit dem ersten Playoff-Treffer, dem 2:1 in der 15. Minute, war der Playoff-Motor auch beim Altmeister angelassen und seine Linie sorgte für die Differenz.

Erfolgreiches Eigengewächs

Halb so alt, aber deswegen nicht weniger erfolgreich, agiert derzeit Nationalverteidiger Jan Bürki. Wie Lehtinen erzielte das erst 19-jährige Wiler-Eigengewächs am Samstag drei Tore, erstaunlich und höchst bemerkenswert für einen Verteidiger.

Ebendieser Bürki war am Sonntag im dritten Spiel der Best-of-7-Serie in der 46. Minuten für den zwischenzeitlichen 4:4-Ausgleichstreffer besorgt. Die gesamte Partie war umkämpft und jederzeit ausgeglichen.

Köniz schlägt zurück

Während das Heimteam nicht mehr so locker wie noch tags zuvor agierte, zog Köniz seine Lehren aus der herben Klatsche und war in erster Linie um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht.

Nicht verwunderlich also, dass sie durch Iiskola zwar bereits nach zwei Minuten in Führung gingen, dem Spiel in der Folge aber wenn immer möglich ihr Tempo aufzudrücken versuchten. Wiler seinerseits verpasste es auch nach der zwischenzeitlichen 3:1-Führung zur Spielmitte, das Spieldiktat zu übernehmen.

Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung hielt man Köniz gewissermassen selbst im Spiel. Dies legte den Grundstein dafür, dass sich der amtierende Meister nicht nur in die Partie, sondern auch die Halbfinalserie zurückkämpfen konnte.

Vorentscheidung vertagt

Letztendlich war es der omnipräsente Jan Zaugg, der in der 50. Minute für den entscheidenden 5:4-Siegtreffer aus Könizer Sicht besorgt war. Denn auch in den Schlussminuten vermochte der SVWE nicht, einen Gang höher zu schalten.

Damit ist die vermeintliche Vorentscheidung vertagt und die Halbfinalserie der letztjährigen Superfinalisten am kommenden Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Köniz am Samstag und dem Heimspiel am Sonntag in Kirchberg neu lanciert.

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