Fussball 2. Liga

Blustavia Schlüsselspieler Yves Galey: «Acht Tore sind mein Ziel für die Rückrunde»

Der SC Blustavia will sich aus dem Mittelfeld der Tabelle lösen.

Der SC Blustavia will sich aus dem Mittelfeld der Tabelle lösen.

Der 24-jährige Yves Galey kam im Sommer aus der 3. Liga zum SC Blustavia und wurde innert kürzester Zeit zur Stammkraft.

Offensivspieler Yves Galey war beim SC Blustavia in der Vorrunde die Neuentdeckung. Erst im Sommer war der 24-jährige Polymechaniker vom Drittligisten FC Selzach zum SC Blustavia gestossen. Trotzdem avancierte Galey in seiner ersten Vorrunde in der höchsten Regionalliga des Kantons gleich zum Stammspieler. Der Fan des FC Barcelona stand bei allen elf Meisterschaftsspielen in der Startformation, wurde sechsmal in der Schlussphase ausgewechselt und erzielte sechs Tore. Nur Christian Oetterli war teamintern mit zehn Treffern noch erfolgreicher.

Komplimente vom Trainer

«Yves hat sich bei uns innert kürzester Zeit perfekt integriert», lobt Trainer Piero Fracasso seine Nummer 14. «Obwohl er letzte Saison noch in der 3. Liga spielte, hat er den höheren Rhythmus ohne Probleme gemeistert und ist für uns schnell zum zuverlässigen Goalgetter geworden.» Fracasso war bereits in früheren Jahren Galeys Trainer beim FC Selzach. «Er hat mich hartnäckig in jeder Winter- und Sommerpause wegen eines Wechsels angefragt», begründet der Angreifer seinen Transfer.

Weil er zudem schon einige Blustavia-Spieler gekannt habe, sei es ein «logischer Wechsel» gewesen. Er habe sich zwar auch mit einem weinenden Auge vom FC Selzach, bei dem er mit fünf Jahren mit Fussballspielen begonnen hatte, verabschiedet. Den Entscheid habe er aber zu keinem Zeitpunkt bereut: «Ich fühle mich wohl. Mit meinem Sturmpartner Christian Oetterli verstehe ich mich sehr gut. Wir gönnen einander die Tore, das ist ausschlaggebend für den Erfolg.»

Nie zufrieden mit sich selbst

Dass er bereits in seinem ersten Halbjahr eine so wichtige Rolle im Team spielen würde, habe er nicht erwartet, jedoch früh gespürt. «Ich konnte mich sehr schnell an die höhere Geschwindigkeit anpassen», so Galey, «deshalb wusste ich nach den ersten paar Trainings, dass ich sicher zu meinen Einsätzen kommen werde.» Sechs Tore seien für das erste halbe Jahr in der 2. Liga keine schlechte Ausbeute, aber: «Man darf nie mit sich zufrieden sein. Ich hatte die Chancen, noch mehr Tore zu erzielen.»

Dies möchte er in der zweiten Saisonhälfte nachholen: «Acht Tore sind mein Ziel für die Rückrunde.» Der Unterschied zwischen der 2. und der 3. Liga ist für ihn in erster Linie eine mentale Angelegenheit: «In der 3. Liga hatte ich vor den Spielen das Gefühl, es läuft dann schon von alleine. Jetzt ist der Druck grösser. Ich bin zwar nicht nervös, aber mir ist immer bewusst, dass ich in der 2. Liga nur noch einer von sehr vielen guten Spielern bin.»

Blustavia überwinterte auf Platz sechs, mit sechs Punkten Vorsprung auf Verfolger Niederbipp. Diese Klassierung sei angemessen, findet Yves Galey, die Resultate beschreibt er als durchzogen: «Gegen die vorderen Teams sahen wir meistens gut aus, gegen Grenchen und Trimbach konnten wir gewinnen. Auf der anderen Seite verloren wir aber gegen vermeintlich schwächere Teams, weil wir Mühe haben, wenn wir selber das Spiel gestalten müssen.» Dies soll sich in der Rückrunde ändern: «Wir müssen versuchen, ruhiger am Ball zu sein und aus der Abwehr heraus ein gepflegtes Spiel aufzubauen.

Im Minimum den Platz halten

Durchzogen war laut Galey nicht nur die Vorrunde, sondern auch die Vorbereitung auf die Rückrunde in den Wintermonaten: «Weil viele Spieler aus beruflichen Gründen verhindert waren, gab es leider das eine oder andere Training mit sehr wenig Leuten.» Und über die Testspiele wollte Galey lieber nicht reden. Er übergeht die Frage nach den Resultaten mit einem süffisanten Lachen.

Ein Trainingslager stand beim SC Blustavia nicht in der Agenda. Trotz der nicht gerade idealen Voraussetzungen glaubt der in Solothurn Wohnhafte daran, dass sich Blustavia in der Rückrunde noch steigern kann. «Mindestens den sechsten Platz zu halten oder noch unter die besten Fünf zu kommen, sollte schon unser Ziel sein», stellt er klar.

Auch wenn die übergeordnete Zielsetzung noch immer Ligaerhalt laute. «Mit dieser jungen Mannschaft die Saison im vorderen Mittelfeld zu beenden, wäre ein schöner Erfolg.» Der SC Blustavia startet am Samstag um 17 Uhr daheim gegen den Tabellenzehnten Welschenrohr in die Rückrunde. Am Sonntag in einer Woche gehts mit dem Gastspiel beim SC Fulenbach weiter.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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