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Blustavia erschüttert Welschenrohr

Der 2.-Liga-Leader Welschenrohr verlor erstmals in dieser Saison. Beim 3:0 für Blustavia erzielte Pascal Brunner alle Treffer.

Hans Peter Schläfli
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Welschenrohr hat verloren

Welschenrohr hat verloren

Solothurner Zeitung

Nimmt man die vergangene Saison dazu, dann hatte Welschenrohr vor dem Spitzenkampf seit 12 Meisterschaftsspielen nicht verloren. Und wer fügte dem Leader die letzte Niederlage zu? Richtig, es war Blustavia, das im Mai 5:4 gewann. Mit Disziplin und Effizienz gewannen die Solothurner gegen die Thaler schon wieder, diesmal mit 3:0.

Blustavia hatte auch diesmal die richtige Taktik gewählt: Mit weit aufgerückten Defensivreihen wurde den Thalern der Raum genommen. Mittelfeld und Abwehr harmonierten hervorragend. Dazu kam die Effizienz. Oetterli als Vorbereiter und Brunner als Realisator schossen die drei Tore fast im Alleingang. Die erste Chance bot sich aber Welschenrohr. In der 19. Minute traf Fabian Furrer den Ball in guter Schussposition nicht richtig.

Für den Rest der ersten Hälfte wars das, Blustavia spielte deutlich besser. Kurz vor der Pause war es dann soweit. Welschenrohr leistete sich einen dummen Ballverlust, was Christian Oetterli und Pascal Brunner mit lockerem Doppelpassspiel zum 1:0 für Blustavia ausnützten. Nach der Pause reagierte Welschenrohr heftig. Patrick Hert setzte sich am rechten Flügel toll durch und bediente Manuel Müller, dessen Schuss knapp darüber ging.

Auf der anderen Seite scheiterte Simon Mühlematter nach einem schönen Angriff, in welchen fast die ganze Mannschaft involviert war, an Welschenrohrs Goalie. So ging es munter hin und her; es war ein Spitzenkampf mit Unterhaltungswert. Welschenrohr hatte in der 55. Minute Pech, als Manuel Müllers Kopfball vom Pfosten zurückprallte, und in der 79., als Tobias Fankhausers Schuss an die Lattenunterkante ging. «Wir versuchten es zu früh mit der Brechstange», analysierte FCW-Trainer Martin Hert diese Phase, «wir hatten heute kein Glück, aber ich muss auch zugeben, dass Blustavia spielerisch besser war.»

Brunner mit Hattrick

Denn zwischen den beiden «Holztreffern» hatten Brunner und Oetterli erneut im Duett die gesamte Thaler Abwehr ausgespielt, und es hiess ab der 69. Minute 2:0. Obwohl noch immer leicht angeschlagen, sollte es ab der 72. Minute Daniel Fankhauser für Welschenrohr richten. Sofort setzte der Spielmacher Akzente: Mit einem Zuckerpass in den Lauf setzte er Tobias Fankhauser ein. Der umdribbelte auch noch Goalie Nicola Mastrogiovanni, traf dann aber aus spitzem Winkel das leere Tor nicht. Dann bekam Blustavia dank Disziplin und guter Organisation das Match wieder in den Griff. In der 92. Minute krönte Brunner seine herausragende Leistung mit seinem dritten Treffer.

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