2. Liga Fussball
Blustavia besiegt in einem attraktiven Spiel Bellach

Blustavia gewinnt in einem guten Spiel gegen ein gleichwertiges Bellach 3:1. Beide Mannschaften legten viel Wert auf das spielerische Element.

Hans Peter Schläfli
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Da war die Bellacher Welt noch in Ordnung: Armando Choque (Nr. 11) traf zum 1:0

Da war die Bellacher Welt noch in Ordnung: Armando Choque (Nr. 11) traf zum 1:0

Hans Peter Schläfli

Die Handschrift von zwei Trainern, die viel Wert auf das spielerische Element legen, war sofort zu erkennen. Loreto Candido liess Bellach zunächst deutlich zurückstaffeln. Das machte dem Team von Remo von Flüe das Leben schwer, weil der Raum für die geliebten, überfallartigen Angriffe fehlte. Blustavia konnte den Ball zwar in der eigenen Verteidigung zirkulieren lassen und sah optisch überlegen aus, doch eine Lücke zu finden, war ein schwieriges Unterfangen. Fürs Kurzpassspiel war es vor dem Bellacher Strafraum zu eng, und für lange Pässe standen die kopfballstarken Verteidiger zu gut.

Mit der Taktik des Gegners

Auf der anderen Seite nutzte Bellach den Raum, um aus der Tiefe heraus zu starten – wandte also eigentlich die Taktik des Gegners an. In der 11. Minute war Blustavias Abwehr bei einem Einwurf nicht geordnet. Lukas Steiner spielte Armando Choque an der Ecke des Fünfmeterraums an, der dribbelte geschickt und konnte nach einer Körpertäuschung ins weit offene Tor zum 0:1 einschiessen. Blustavia schien geschockt und Bellach konnte das Geschehen bis zur Pause problemlos kontrollieren. Nach einer halben Stunde zeigte Goalie Patrik Noll seine beste Tat.

Ausgleich gleich nach der Pause

Der Ausgleich wurde in der Kabine kreiert: Mit dem Anstoss zur zweiten Hälfte lancierte Blustavia einen schönen Spielzug über links. Aussenverteidiger Dasnim Sulejmani agierte plötzlich als Flügelstürmer, was die Bellacher total überraschte. Nach Doppelpass mit Christian Oetterli schoss er wunderbar flach in die lange Ecke zum 1:1 ab. Die Umstellungen zeigten Wirkung und Blustavia dominierte. Aber Bellach zeichnete sich durch seine sehr gute Raumaufteilung aus und liess wenige Chancen zu.

Bellach seinerseits hatte bei seinen schnellen Kontern mehrmals die Entscheidung auf dem Fuss. Die 17-jährigen Spieler Ensar Ciftci und Dardan Llugaliu liessen problemlos die Routiniers vergessen, die im Sommer zurückgetreten waren. Deshalb war es besonders bitter, dass ausgerechnet der sonst ausgezeichnete Llugaliu mit einem tödlichen Fehlpass die Wende einleitete. Oetterli nahm das Geschenk dankbar an und erzielte im Alleingang das 2:1. Bellach riskierte sofort mehr und blieb mit vier, fünf Spielern konstant im Angriff, Blustavia liess aber nichts anbrennen. In der 90. Minute führte ein Konter gegen die offene Abwehr durch Brunner noch zum 3:1.

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