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Bitter für Solothurn: Auftakt-Spiel durch harten Elfer entschieden

Der FC Solothurn verliert das Start-Heimspiel in der 1. Liga wegen grenzwertigem Penaltyentscheid gegen routinierte Münsinger 0:1.

Pius Rüegger
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Impressionen vom Solothurner Saisonauftakt
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Harte Landung für Hannes Hunziker (r.).
Solothurn mit Fabian Kohler (r.) leistet Gegenwehr.
Hannes Hunziker (am Ball) zeigte mit Solothurn einen beherzten Auftritt.

Impressionen vom Solothurner Saisonauftakt

Marcel Bieri

Eine Punkteteilung hätte dem Gezeigten eher entsprochen. Die Kreation von Torszenen gelang weder dem einen noch dem anderen Kontrahenten. Dass es einen –glücklichen – Sieger gab, hat deshalb eine andere Ursache. In der 25. Minute kämpften Lüthi und Lavorato an der rechten Strafraumgrenze um den Ball. Clever holte sich im Duell Mann gegen Mann der Angreifer den entscheidenden Vorteil heraus. Diesen normalen Körperkontakt wertete der Spielleiter als Foul des Abwehrspielers und beschied auf Elfmeter. Ein sehr harter Entscheid. Lavorato selbst nahm Anlauf. Er liess Dedaj, nach rechts hechtend, in der anderen Torseite keine Chance.

Chance zum Ausgleich

Die Möglichkeit zum Ausgleich eröffnete noch in der ersten Halbzeit der Gast den Einheimischen selbst. In der 44. Minute leisteten sich die Aaretaler links einen groben Abwehrschnitzer. Sasso kam in Ballbesitz und versuchte den weit vorne postierten Goalie Müller mit einem Heber zu überwinden. Doch dieser konnte das Streitobjekt mit der Hand nach rechts ablenken und hatte Glück, dass niemand zum Erben bereit stand.

Kein Hands – dafür Gelbrot für FCS

In der zweiten Hälfte sorgte die 81. Minute für Gesprächsstoff. Die Berner griffen an. Einer beging ein Handspiel, das der tribünenseitige Linienrichter sofort anzeigte. Darauf ging der Hauptspielleiter nicht ein. Erst die folgende Offsidesituation piff er ab. Waylon Grosjean reklamierte und handelte sich seine zweite Gelbe ein – Platzverweis. Seine Mitspieler steckten nicht auf. Sie warfen alles nach vorne. Vergeblich. Münsingens Bollwerk blieb unüberwindlich. Es liess keine gegnerische Torreife zu.

Trotz Steigerung kein Tor

Dass es gegen die Aaretaler, bei denen der ehemalige Solothurner Spieler Kurt Feuz seine dreissigste (!) Trainersaison somit erfolgreich eröffnen konnte, schwierig würde, kam nicht überraschend. Die Berner bestritten mit ihrer routinierten, kaum veränderten Equipe schliesslich die Aufstiegsrunde. „Bitter ist für uns, dass ein Penalty entschied“, resümierte FCS-Trainer Aziz Saillir. „Trotz Niederlage muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, denn die Art und Weise stimmt mich positiv“, ergänzte der Teamchef. Sie hätte gut gekämpft; Risiko mit einem Mann weniger genommen. Der Münsinger Sieg sei ein Sieg ohne Chancen gewesen. Auch sein Team musste ohne Chancen auskommen. Dem Solothurner Spiel fehlte die Dynamik, trotz gesteigerter Aggressivität nach der Pause. Zu viele verlorene Zweikämpfe und Ballverluste waren dem Aufbau einer gezielten Offensivstruktur gegen eine der besten Verteidigungen der Liga nicht zuträglich.

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