Swiss Bike Cup
Bike Team Solothurn kämpfte mit dem Schlamm

Durch die heftigen Regenfälle war die Bikestrecke extrem schlammig und der Rennverlauf wurde durch viele Defekte mehrmals umgekrempelt. Auch das Bike Team Solothurn war davon betroffen.

zvg
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Die Top-Fahrer vom Bike Team Solothurn bekundeten in Gränichen viel Pech. Dennoch resultierte am Ende ein starkes Teamergebnis.

Die Top-Fahrer vom Bike Team Solothurn bekundeten in Gränichen viel Pech. Dennoch resultierte am Ende ein starkes Teamergebnis.

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Vital Albin, der Gold- und Silbermedaillengewinner an den Europameisterschaften und Nick Burki gingen in Gränichen als Favoriten an den Start. Die beiden anderen Solothurner Ursin Spescha und Eric Lüthi mussten erneut weit hinten im Feld starten. Das traditionelle Mountainbikerennen mit dem Hors-Catégorie-Status in Gränichen zählt in der Mountainbikeszene zu den besten und schwierigsten Rennen überhaupt.

Von einer tollen Strecke und einer grossen Zuschauerzahl zusätzlich motiviert, legten die Solothurner Biker ein horrendes Tempo vor. Nach wenigen Metern übernahm Nick Burki die Führung, die er im Verlauf der ersten zwei Runden kontinuierlich ausbaute. Dahinter folgte Vital Albin auf Platz drei, womit er die Verfolger von Nick unter Kontrolle hatte. Auf dem Kulminationspunkt der dritten Runde erlitt Burki den ersten Plattfuss am Hinterrad, weshalb er über eine halbe Runde mit defektem Material weiterfahren musste, ehe er in der Technikzone den Schaden beheben konnte.

Wegen der intensiven Regengüsse wurde der Bike Cup in Gränichen zu einer kräfteraubenden Schlammschlacht.

Wegen der intensiven Regengüsse wurde der Bike Cup in Gränichen zu einer kräfteraubenden Schlammschlacht.

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Zum selben Zeitpunkt meldete Vital Albin Probleme mit der Schaltung. Und eine Runde später spitzte sich das Drama in Gränichen zu: Burki erlitt einen weiteren Plattfuss und
fiel mittlerweile auf den sechsten Platz zurück. Kaum war der einstige Führende ins Rennen zurückgekehrt, verursachte eine verklemmte Kette abermals einen Defekt. Glücklicherweise konnte dieser Schaden relativ schnell behoben werden. Trotzdem gingen weiter Zeit und einige Plätze verloren.

Vital Albin, der in der Zwischenzeit durch die Probleme mit der Schaltung bedingt ebenfalls etwas an Boden verlor, hatte für die letzten drei Runden noch genau 2 Gänge von 22 zur Auswahl. Ihm blieb nichts anderes übrig als zwischen dem grossen und dem kleinen Kettenblatt zu wechseln. Ursin Spescha fuhr derweil ein ausgezeichnetes Rennen und pflügte sich durch den Schlamm und das internationale Fahrerfeld von Gränichen nach vorne indem er beeindruckende Rundenzeiten ablieferte. Obwohl ihn vor ihm liegende Fahrer auf den vielen schmalen Wegen am Überholen hinderten, gehörte Ursin zu den Fahrern mit den besten Rundenzeiten. Seine kontinuierliche Aufholjagt wurde mit dem ausgezeichneten
sechsten Schlussrang belohnt.

Vital Albin und Nick Burki gaben trotz viel Pech nie auf und klassierten sich letztlich auf den Plätzen 9 und 10. Eric Lüthi, der noch keine Weltranglistenpunkte ausweisen konnte musste ebenfalls ganz hinten im Feld starten. Dies hinderte Lüthi jedoch nicht, jagt auf die vor ihm klassierten Kontrahenten zu machen. Ähnlich wie Ursin Spescha gelang es Eric Lüthi, sich von Runde zu Runde nach vorne zu arbeiten. Mit dem 17. Rang von Lüthi konnten sich damit alle vier Fahrer des Bike Team Solothurn unter den ersten 20 klassieren.