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Biel-Trainer Philippe Perret faktisch entmachtet

Steht im Regen: Philippe Perret. key

Steht im Regen: Philippe Perret. key

Beim FC Biel hängt der Haussegen schief: Durch interne Machtkämpfe zerstritten, steigt der FC Biel heute gegen Wilgeschwächt in die Rückrunde.

Trainer Philippe Perret hat unbestrittene Verdienste um den FC Biel. Viermal Ligaerhalt, einmal Cup-Viertels- und einmal Halbfinal sowie sieben in die Super League promovierte Schweizer Akteure als eindrücklicher Beleg der Ausbildungsfunktion der Challenge League stellen beim kleinsten Budget der Liga einen beachtlicher Leistungsausweis dar.

Doch der in der Uhrenstadt hängt der Fussballsegen schief. Meinungsverschiedenheiten mit dem neuen Sportchef Stefan Freiburghaus trüben die sportliche Arbeit. Die anhaltende Kritik des Ex-YB-Nachwuchschefs betreffend Mannschaftsaufstellung, Taktik und Trainings haben im Verwaltungsrat Spuren hinterlassen. Diese gingen so weit, dass man den Erfolgstrainer Peret in der Winterpause samt Assistent Lüthi entlassen hätte, wäre das Geld dafür aufgebracht worden.

Investoren wollen Spieler parkieren

Nun besteht das frostige Verhältnis (vorläufig) weiter. Ob allerdings Perret eine sechste Saison anhängt, scheint mehr als fraglich, hat doch der Verwaltungsrat ausserdem eine neue Strategie beschlossen, nach welcher diverse Investoren Spieler beim FC Biel «parkieren» sollen, welche später mit Gewinn weiterverkauft werden sollen. Dafür wird ihnen das Recht eingeräumt, via Sportchef Einfluss auf die Aufstellung zu nehmen. Ein Novum, welches Perret nie und nimmer zu akzeptieren bereit sein wird. Die bisher immer hinausgezögerten Vertragsverhandlungen haben auch zur Folge, dass das Kader für 2013/14 noch kaum Konturen angenommen hat. Einzig Mossi, Egli, Liechti, Safari, Zangger, Miani und Morello besitzen weiterlaufende Verträge.

Gespannt wartet man in der Rückrunde auf die ersten Schritte der beiden Ex-Grenchner Zangger und Miani in der Challenge League und auf die Frage, ob es den Bielern gelingen wird, ihre bisher schwache Auswärtsbilanz (4 Remis gegenüber 2 Remis und 6 Siegen zuhause) aufzubessern.

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