Generalversammlung
«Bidu» Zaugg will dem FC Solothurn treu bleiben

An der Generalversammlung des FC Solothurn blickte der Verein optimistisch und ambitioniert in die Zukunft. Hans-Peter Zaugg möchte auch nach seiner Zeit als Cheftrainer in Solothurn bleiben.

Pius Rüegger
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Hans-Peter Zaugg hätte schon Absichten für seine Zeit nach dem Cheftrainer-Posten: beim FC bleiben.

Hans-Peter Zaugg hätte schon Absichten für seine Zeit nach dem Cheftrainer-Posten: beim FC bleiben.

Hans Peter Schläfli

Nach einem ereignis- und erfolgreichen 2015/16 will der FC Solothurn angriffiger werden. Die dritte Jahresrechnung in Folge schliesst mit einem Gewinn ab – diesmal 35 710 Franken. Die Schulden konnten seit der Übernahme des Präsidiums durch Samuel Scheidegger vor zwei Jahren von 158 809 auf 28 365 Franken gedrückt werden.

Diese Wende lässt die Ziele für die nächsten drei Jahre höher ansetzen. Die umsichtige Linie bleibt. Für die angelaufene Saison 2016/17 wird mit einem Gewinn von 7500 Franken trotz neuem Hauptsponsor gerechnet.

An der 115. Generalversammlung vom Donnerstag im Stadion erneuerte Scheidegger die Losung «Wir leben weiterhin nicht über unseren Verhältnissen!» vor 50 Mitgliedern.

Nach der Stabilisierung der Finanzen, der Sanierung des Vereins, der Verbesserung der Organisation und der Wiederherstellung einer guten Aussenwahrnehmung wollen Geschäftsleitung (GL) und Vorstand die nächsten Schritte machen: Aufstieg in die Promotion League, die sportliche Struktur im Nachwuchs wie die generelle Organisation bewahren und opportunistisch verbessern und ein alternatives Geschäftsmodell zu entwickeln, um Einnahmequellen ausserhalb des Fussballs für dessen Finanzierung zu generieren.

Rotationen an der Spitze

Die Vereinsleitung wird auf die neue zweijährige Amtsperiode umgebaut. Francisco Fernandez (Sportchef) und Jürg Naegeli (Leiter Medien) verlassen die GL auf den 31. Dezember 2016. Ronald «Rony» Vetter (technischer Leiter Nachwuchs), Marco Lupi (Marketing) – beide bleiben im Vorstand – wie Claudio Cappelli (Marketing) verlassen diese ebenfalls. Vetter, der auf die Saison 1986/87 als Spieler zum FC wechselte, wurde für seine grossen Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Cappelli wird sich dem Kinderfussball widmen. Teammanager Gabriele Cappelli scheidet aus beruflichen Gründen aus.

Vor der von Ehrenpräsident André Miserez vorgeschlagenen Wiederwahl von Scheidegger als Präsident wurden neu in die GL David Brand (Finanzen) und Raphael Scheidegger (Marketing) zu Silvan Studer (Vizepräsident), Fabian Brunner (Kommunikation) und Marc Kalousek (Anlässe, Sicherheit) gewählt. Als Fan-Vertreter wird neu Philippe Stuber im Vorstand Einsitz nehmen. Neuer Sportchef wird Cheftrainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg, nicht in der GL, jedoch im Vorstand.

Ihm zur Seite steht eine Transferkommission mit Vetter, Fernandez und einem GL-Vertreter. Die Doppelfunktion Zauggs ist eine Investition in die Zukunft. «Wenn ich nicht mehr Trainer bin, möchte ich in diesem tollen Verein bleiben und meine Möglichkeiten als Sportchef und im Nachwuchs einbringen», erklärte der 64-Jährige. «Im Moment bin ich aber noch sehr gerne Trainer», betonte er.

Teamcoach Domenico Grassi ist neu im Vorstand. Diesem gehören weiter Ruedi Walter (Arzt), Ivo Ravlija (Schiedsrichter), Philipp Wyss (Budgetplanung und Controlling), Roland Rüetschli (Beratung Finanzen), Thomas Stalder (Matchbälle/Banden), Christopher Infanger (Matchberichte FCS-Homepage) und Dominique Pochelon (Sicherheit) an.

In seinem Rückblick stellte Nachwuchschef Ronald Vetter fest, dass die Junioren teammässig nicht «so wahnsinnig gut» waren. «Hingegen war es bisher individuell das beste Jahr. Wir hatten noch nie so viel Erfolg», stellte er den Einzelspieler über das Team. Für Sportchef Fernandez wurden im Fanionteam zwei der drei Hauptziele mit 40 Punkten auf dem achten Rang sowie dem weiteren Einbau eigener Junioren erreicht. Nur im Schweizer Cup schied man aus. «Nach holprigem Beginn und dem Trainerwechsel im Dezember 2015 entwickelten sich die junge Mannschaft durchwegs positiv», resümierte Fernandez. Einzig in der Fairplay-Wertung fiel sie vom vierten auf den 32. Rang zurück.