Fussball
Biberist ist das Team des Jahres in der 2. Liga

Es ist Halbzeit in der 2. Liga: Der FC Biberist führt die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung an. Auf den Abstiegsplätzen überwintern der FC Welschenrohr, der FC Mümliswil und der FC Zuchwil.

Raphael Wermelinger
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 2. Spieltag: Grenchen - Bellach 4:2
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 2. Spieltag: Grenchen - Bellach 4:2
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 3. Spieltag: Fulenbach - Härkingen 0:2
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 4. Spieltag: Trimbach - Welschenrohr 0:0
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 5. Spieltag: Biberist - Blustavia 4:0
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 6. Spieltag: Welschenrohr - Mümliswil 2:1
 6. Spieltag: Welschenrohr - Mümliswil 2:1
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 7. Spieltag: Zuchwil - Niederbipp 2:0
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2.-Liga-Vorrunde
 8. Spieltag: Trimbach - Biberist 1:0
 8. Spieltag: Trimbach - Biberist 1:0
 8. Spieltag: Trimbach - Biberist 1:0
 8. Spieltag: Trimbach - Biberist 1:0
 8. Spieltag: Trimbach - Biberist 1:0
 9. Spieltag: Fulenbach - Grenchen 1:4
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 11. Spieltag: Härkingen - Niederbipp 1:0
 11. Spieltag: Härkingen - Niederbipp 1:0
 11. Spieltag: Härkingen - Niederbipp 1:0
 11. Spieltag: Härkingen - Niederbipp 1:0

2. Spieltag: Grenchen - Bellach 4:2

Hanspeter Bärtschi

Der FC Biberist war 2016 in der 2. Liga das Mass der Dinge. Die Mannschaft von Trainer Vincenzo Salerno dominierte die höchste Solothurner Regionalliga richtiggehend. 22 Meisterschaftsspiele absolvierten die Wasserämter im laufenden Kalenderjahr. Elf im Frühjahr in der Rückrunde der Saison 2015/16 und ebenso viele in der kürzlich zu Ende gegangenen Vorrunde 16/17. Die Bilanz des FC Biberist: 17 Siege, 3 Unentschieden und nur 2 Niederlagen. Nach dem dritten Schlussrang in der Vorsaison, Biberist verpatze die Vorrunde mit nur neun Punkten, darf sich die Salerno-Elf nun Wintermeister 2016 nennen. Biberist wird im Frühling mit einem Polster von sechs Punkten in die zweite Saisonhälfte starten.

Cup ist wichtiger als Aufstieg

«Besser hätte die Vorrunde eigentlich nicht laufen können», freut sich Biberists Trainer Vincenzo Salerno. «Wir konnten unseren guten Lauf aus der vergangenen Rückrunde bestätigen.» Als grösste Stärke seiner Mannschaft sieht er den Zusammenhalt unter den Spielern. Als verschworene Einheit beschreibt er sein Team. «Es ist zudem eine hungrige und ehrgeizige Truppe», fügt er an, «und vom Spielerischen her gehören wir sicher auch zu den besseren Teams in dieser Liga.»

Ein grosser Trumpf in der Vorrunde war auch die defensive Stabilität. Nur neun Gegentore kassierte der FC Biberist. Obwohl das Team sehr offensiv eingestellt sei, wie Salerno betont. «Wenn wir in der Rückrunde ähnlich erfolgreich auftreten können, wird die 2. Liga inter sicher zum Thema», schaut er auf die zweite Saisonhälfte voraus. «Ob wir wirklich aufsteigen würden, müssten die Mannschaft gemeinsam mit dem Vorstand noch besprechen. Ich würde lieber den Cup holen als aufzusteigen.»

Fünfkampf hinter dem Leader

Hinter dem Spitzenreiter Biberist liegen zur Halbzeit fünf Klubs innerhalb von vier Punkten: Grenchen und Härkingen mit je 22, Trimbach mit 19 und Fulenbach sowie Blustavia mit jeweils 18 Punkten. Der FC Grenchen musste zuletzt sehr turbulente Zeiten überstehen. Von insgesamt 46 Meisterschaftsspielen gewannen die Grenchner in den vergangenen zwei Saisons in der 1. Liga und der 2. Liga inter nur deren zwei und stiegen zweimal in Folge ab.

Ob dieser Vergangenheit zeigte sich Trainer Roland Hasler denn auch zufrieden über den zweiten Zwischenrang: «Nach den beiden schrecklichen Jahren war es in erster Linie wichtig, dass wir die Verlierer-Mentalität aus den Köpfen der Spieler bringen. Das ist uns definitiv gelungen, die Bilanz fällt positiv aus.» Seine Spieler seien überdurchschnittlich fleissig, was die Trainingsbesuche angeht, das freue ihn am meisten. Zur Konkurrenz sagt Hasler: «Biberist spielte in der Vorrunde gut und liegt sicher verdient auf dem Spitzenplatz. In der Rückrunde wird sich das Team durchsetzen, das den längeren Atem hat.» Für den FC Grenchen sei der direkte Wiederaufstieg in die 2. Liga inter kein Muss. «Unser Ziel war von Anfang an ein Top-3-Platz. Dabei bleiben wir.» In der Winterpause hält Hasler Ausschau nach einem Goalgetter, grundsätzlich brauche es aber nur minimale Korrekturen am Kader, denn die Mannschaft entwickle sich sehr gut.

Wieder erstarkt präsentierte sich auch der FC Härkingen auf Platz drei. Das Team von Bruno Büttiker hatte die vergangene Saison nur auf dem 10. Platz abgeschlossen und ist nun also wieder bei den Spitzenteams dabei. Logisch, dass der Trainer mehr als zufrieden ist: «Wir wollten vorne mitspielen. Ein grosses Kompliment an die Mannschaft, dass sie dies nach der schwierigen letzten Saison geschafft hat.» Die Härkinger blieben in sechs der elf Vorrundenpartien ohne Gegentor, dies stand am Ursprung des Aufschwungs. «Biberist ist wohl schon ein bisschen weit weg, doch wir werden in der Rückrunde alles versuchen, den Teams vor uns ein Bein zu stellen, um mindestens den dritten Platz zu halten.»

Weniger glücklich mit der Vorrunde ist Härkingens Erzrivale Fulenbach. Im Vorjahr wurde Martin Herts Team Zweiter, stand im Cupfinal und zählte somit heuer zu den grossen Favoriten. «Wir sind mit grossen Hoffnungen in die Saison gestartet», bestätigt Hert. «Doch dann verloren wir den ersten Match unglücklich gegen Biberist. Dieser Auftritt war leider wegweisend für die ersten paar Spiele.» Heisst konkret, dass die Fulenbacher meist gut spielten, aber dafür nicht belohnt wurden. «Erst mit dem 5:0-Sieg gegen Niederbipp am 6. Spieltag fanden wir auf die Erfolgsspur zurück», so Hert. «Mit den letzten paar Spielen bin ich sehr zufrieden, mit der gesamten Vorrunde definitiv nicht.» Das Saisonziel habe sich indes nicht geändert: ein Platz unter den besten Drei. «Auf die Rückrunde wird Simon Affentranger zurückkehren. Von ihm erhoffe ich mir natürlich einiges», verrät Hert. Affentranger war in der vorletzten Saison mit 25 Toren Topskorer der 2. Liga und wechselte dann in die 2. Liga inter zum FC Langenthal.

Trimbach will eine Macht werden

Zwischen den zwei Gäuer Klubs Härkingen und Fulenbach hat sich der FC Trimbach eingereiht. Platz vier ist aber zu wenig für Trainer Mehmet Ozan: «Ich bin nicht zufrieden. In den letzten drei Spielen verloren wir zweimal unnötig.» Dies habe vor allem an den vielen gesperrten und verletzten Spielern gelegen. Deshalb ist Ozan froh, dass nun die Winterpause ansteht. Positiv sei in der Vorrunde gewesen, dass die Mannschaft nach den zahlreichen Zuzügen und Abgängen im Sommer mehr und mehr zusammengewachsen sei. «Wir sind auf dem richtigen Weg», sagt Ozan. «Ich gehe davon aus, dass wir in der Rückrunde noch besser sein werden. Und ich hoffe, dass wir weniger Verwarnungen sammeln.» Er liess durchblicken, dass er sich im Winter nach zwei, drei Verstärkungen umschaut. «Das Ziel ist, dass wir auf jeder Position doppelt besetzt sind. Wenn das gelingt, werden wir im neuen Jahr definitiv eine Macht sein.»

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