Fussball
Biberist ist 2016 nicht zu stoppen und bleibt Leader der 2. Liga

Der FC Biberist ist im laufenden Kalenderjahr in der 2. Liga weiterhin das Mass der Dinge. Mit dem klaren 4:0-Sieg gegen den SC Blustavia am 5. Spieltag bestätigte die Mannschaft von Trainer Vincenzo Salerno die Tabellenführung.

Raphael Wermelinger
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Giovanni Carnibella (Bildmitte) brachte Biberist früh in Front.

Giovanni Carnibella (Bildmitte) brachte Biberist früh in Front.

Michel Lüthi

Vier Siege und ein Unentschieden, dies die Ausbeute 2016/17. Die Wasserämter haben bislang in der 2. Liga am meisten Tore geschossen und auch am wenigsten Gegentore kassiert. «Wir sind im Moment mental sehr stark und haben viel Selbstvertrauen», begründete Salerno den guten Lauf seiner Mannschaft. «Und wir haben eine Riesenbank, jeder ist fit. Dadurch kann ich während der Spiele jederzeit eingreifen. Vor einem Jahr war es genau das Gegenteil: Alle waren verletzt.»

Nur neun Punkte holte der FC Biberist in der Vorrunde der letzten Saison und überwinterte auf dem zweitletzten Platz. Seit Salerno aber wieder aus den Vollen schöpfen kann, läufts beim FC Biberist: 26 von 33 Punkten geholt in der Rückrunde und nur einmal verloren. Dadurch kletterte Biberist noch auf den dritten Schlussrang.

Blitzstart des Favoriten

In der neuen Saison gab Biberist bisher nur gegen Grenchen, den Absteiger aus der 2. Liga inter, Punkte ab. Das war am vergangenen Spieltag. Der aktuelle Tabellendritte Grenchen ging in der ersten Halbzeit in Führung, Biberist kam in der 80. Minute durch ein Tor von Roman Rüegsegger zum Ausgleich. «Wir haben da für einmal schwach gespielt. Aber wenn du einen Lauf hast, holst du am Ende halt trotzdem noch einen Punkt», so Salerno. «Aber wir wollten gegen Blustavia sicher eine Reaktion zeigen.»

Sein Team war denn auch vom Anpfiff an tonangebend. In der 4. Minute hatte Blustavia Glück, dass der Schiedsrichter nicht auf Penalty entschied, nachdem Krasniqi gefoult worden war. Biberist legte trotzdem bereits vor Ablauf der ersten zehn Minuten vor. Die Gastgeber profitierten beim 1:0 von einem haarsträubenden Fehlpass in der Blustavia-Abwehr. Carnibella schnappte sich den Ball und traf eiskalt zur Führung. Drittes Saisontor der Nummer 9.

Telegramm

Biberist – Blustavia 4:0 (2:0)

Tore: 7. Carnibella 1:0. 45.+1 Rüegsegger 2:0. 70. Felder 3:0. 82. Felder 4:0.
Biberist: Blum; S. Keller, Rüfli, Jäggi, Nenniger (65. N. Keller); Felder, Vitacca (65. Cardinaux), Imbach (73. Thurnheer), Carnibella; Krasniqi, Rüegsegger.
Blustavia: Noll; Panzeri, Ziltener, Brand, Giger; Torre, Ph. Falk, Mollet (74. Syfrig), J. Falk (57. Spring); Galey, Oetterli.

Bemerkungen: Verwarnungen: 26. Imbach (Handspiel), 38. Brand, 55. Galey, 56. Ph. Falk (alle Foul), 67. Torre, 67. Krasniqi (beide Unsportlichkeit). – Platzverweis: 79. Ziltener (Foul). – Cornerverhältnis: 1:5.

«Nach dem 1:0 haben wir kurz nachgelassen, kriegten aber bald wieder die Kurve. Das zweite Tor kam natürlich zu einem sehr günstigen Zeitpunkt», fasste Biberist-Coach Salerno die erste Halbzeit zusammen. Sein Team blieb spielbestimmend. Der Leader machte es einfach: passen und laufen. Jeder war in Bewegung, wodurch sich dem Ballführenden jeweils mehrere Anspieloptionen boten. Der SC Blustavia, der zuletzt gegen Zuchwil (3:1) und Bellach (5:1) gewonnen hatte, kreierte nur zwei Torchancen. Topskorer Oetterli scheiterte in der 23. Minute mit einem Flachschuss, Galey setzte seinen Abschluss drüber (40.). Als die Gäste-Spieler dann gedanklich wohl schon beim Pausentee waren, lancierte Biberist-Goalie Blum mit einem weiten Ball noch einen letzten Angriff. Simon Keller bediente Rüegsegger, der seinen Gegenspieler auf dem Penaltypunkt austanzte und die Führung für Biberist verdoppelte.

Biberist will Top-3-Platz

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nervöser und gehässiger. Als negativer Höhepunkt gerieten in der 67. Minute Torre vom SC Blustavia und Biberists Krasniqi aneinander. Beide kamen mit Gelb davon. Insgesamt zückte der Unparteiische sechs gelbe Karten und eine rote. Ziltener zog in der 79. Minute gegen Carnibella die Notbremse. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 3:0 für das Heimteam. Felder hatte das Spiel in der 70. Minute entschieden. Blustavia-Goalie Noll parierte den Weitschuss von Cardinaux, Felder reagierte am schnellsten und staubte zum 3:0 ab. In Überzahl legte der Leader dann noch einen drauf. Wieder in Person von Andreas Felder, der nach einem Steilpass von Rüegsegger seinen Gegenspieler abschüttelte und Goalie Noll keine Chance liess.

«Es war ein souveräner Sieg», strahlte Salerno. «Ich bin nicht nur mit dem Resultat zufrieden, sondern auch mit der Leistung meiner Spieler.» Doch er warnte sogleich, dass die 2. Liga diese Saison sehr ausgeglichen sei und jeder jeden schlagen könne: «Wir dürfen zu keinem Zeitpunkt nachlassen. Unser Ziel ist es, wieder in die Top 3 zu kommen. Grenchen ist für mich der klare Favorit auf den ersten Platz.»