Streethockey
Bettlach wirft die Seetal Admirals mit 14:5 aus dem Cup

Im Cup-Achtelfinal in Lenzburg wird Bettlach seiner Favoritenrolle gerecht und fertigt den Leader der Nationalliga B mit 14:5 ab. Dabei wollten die Admirals eigentlich beweisen, dass sie bereit fpr die höchste Liga sind.

Fabian Tschamper
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Bettlachs Fredi Mäder (links) schiesst zur 6:4-Führung an Seetals Goalie Heinz Sandmeier vorbei. Lüscher

Bettlachs Fredi Mäder (links) schiesst zur 6:4-Führung an Seetals Goalie Heinz Sandmeier vorbei. Lüscher

Der Cup bringt wieder einen Leckerbissen auf den asphaltierten Platz der Wilmatten Sportanlage in Lenzburg. Die heimischen Seetal Admirals treffen in den Achtelfinals der Streethockey-Liga auf Bettlach. Der NLB-Klub aus dem Seetal will beweisen, dass sie mit dem ligahöheren Bettlach mithalten können. Die Bettlacher liegen momentan auf dem siebten Zwischenrang in der Nationalliga A und wollen dem Leader der NLB ans Leder. Bei eisigen Temperaturen stehen sich die beiden Mannschaften gegenüber und warten auf den Anpfiff.

Von der ersten Minute an ist die Partie hart umkämpft. Was den Admirals an individueller Stärke fehlt, machen sie mit Kampfgeist wett. Beide Teams gönnen dem Konkurrenten keinen Zentimeter Ballbesitz. Zu Beginn können sich die Seetaler gar ein Chancenplus erspielen. Doch in der 6. Spielminute müssen sie trotzdem den Ball das erste Mal aus den eigenen Maschen nehmen, nachdem Thomas Rüegger getroffen hatte. Der Lattenschuss eine Minute früher war das Einläuten des Torregens der Bettlacher.

Die von Absenzen gebeutelten Admirals müssen sich jeden Ballbesitz erkämpfen. «Wir haben sechs Spieler, die fehlen – unter anderem wegen Krankheiten. Das ist schon ein Handicap. Normalerweise haben wir vier volle Blöcke, heute sind es knapp drei», weiss Admirals-Präsident Beat Andreas Fey. Er sieht die Bettlacher in der Favoritenrolle, doch das hiesse nicht, dass man klein beigeben werde, wenn die Sache brenzlig wird. Die Admirals können durch Kenny Dössegger ausgleichen, doch bereits 30 Sekunden später ist der Ball wieder drin. 2:1 für Bettlach.

Das zweite Drittel beginnt wie jenes zuvor mit vielen Tacklings und abwechselndem Ballbesitz. Die Geschwindigkeit der Bettlacher scheint ein wenig an den geschwächten Seetalern zu nagen. Die beiden Teams schenken sich nichts und zur Halbzeit steht es 5:4 für die Bettlacher. «Nach der ersten Hälfte kann man eigentlich zufrieden sein, wir kämpfen und halten uns im Spiel. Das kann sich aber innerhalb kürzester Zeit ändern», erklärt Fey. Als hätte man ihm einen Blick in die Zukunft gewährt, fallen nach der Halbzeit im Minutentakt die Gegentore und Fredi Maeder beziehungsweise Christoph Ryser erhöhen auf 7:4. Die Luft scheint draussen zu sein bei den Admirals. Das darauf folgende Unterzahltor der Bettlacher macht die Situation für die Seetaler noch ungemütlicher. Beim Stand von 4:10 aus Sicht der Admirals war der Frust der heimischen Mannschaft hoch. Ein Stängeli auf eigenem Platz ist nicht ohne.

In der Schlussphase gibt es mehrfach Rangeleien zwischen den Spielern und diese enden in je einem Platzverweis für beide Mannschaften. Es folgen nach mehrminütigem Unterbruch noch diverse 2-Minuten-Strafen und so spielen nun die Admirals in der Unterzahl und kassieren die Tore 11 bis 14. «Die letzten Tore unglücklich, das repräsentiert für mich nicht die Leistung unserer Mannschaft. Das Resultat fällt zu klar aus», fügt Beat Andreas Fey noch an. Trotz Reibereien und einer Niederlage für die einen und einem Sieg für die anderen, bleibt man nach Spielschluss friedlich gesinnt und freut sich nur noch auf die heisse Dusche.