Streethockey
Bettlach reitet auf der Erfolgswelle

Dank zwei Powerplay-Toren bezwingt Bettlach Favorit Grenchen im NLA-Derby.

Pius Rüegger
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Solothurner Zeitung

Mit dem untypischen Resultat von 2:1 verkürzte Bettlach (7.) den Abstand zu Grenchen-Limpachtal (6.) in der NLA auf vier Punkte. Zwei Drittel neutralisierten sich beide. Erst im Schlussdrittel hielt Derby-Charakter mit Rasse, Aggressivität, Einsatz, Kampfgeist und Torschüssen Einzug. Obwohl die Uhrenstädter in der dritten Minute durch Jenni das Skore eröffneten, war dies kein Signal für eine würzige Partie. Starke Defensivleistungen und überzeugende Torhüter hatten Oberwasser. «Offensiv ging wenig, beidseits wurde defensiv gut gespielt», erkannte Bettlachs Trainer Rony Rüfenacht. Vier Sekunden vor Ablauf einer Zweiminutenstrafe gegen Jenni glichen die Einheimischen in der 23. Minute durch Rüegger auf Walker aus. Ab der 34. Minute konnten die Grenchner eine 97 Sekunden lange doppelte Überzahl – Affolter und Studer waren draussen – nicht nutzen. «Dies war der Knackpunkt, wir scheiterten an uns selbst», gestand Grenchens Assistenz-Coach Simon Zeller.

Spiel der Torhüter

Die Entscheidung wurde auf das Schlussdrittel vertagt. Beide waren gezwungen, die abwartend-verhaltene Spielweise aufzugeben. Das Spiel wurde offener und offensiver. In der 48. Minute fasste der Grenchner Tschantz zwei Strafminuten. Bettlach gewann das Anspiel und Mauro Kiener fand nach sechs Sekunden die Lücke zum Siegtreffer. «Ausschlaggebend war die positive Stimmung, die wir aus dem Doppelweekend mit sechs Punkten gegen Martigny mitnehmen konnten», freute sich Rüfenacht. Die Intensität wurde durch die Besucher nochmals markant gesteigert – ohne Erfolg. «Unsere Quote war sehr schlecht, wobei, es war das Spiel zweier sehr starker Torhüter», schmerzte Zeller diese Niederlage.

Die Gemütslage könnte in Umkehr der Tabellenlage nicht unterschiedlicher sein. Während sich Bettlach mit drei Siegen in Serie – aus den ersten sieben Runden resultierte nur ein Punkt aus dem Startspiel in Siders – im Aufwärtstrend befindet, bangen die Grenchner um das Heimspielrecht in den Playoffs. «Wir hatten anfangs extrem Mühe, bis der Knoten in Martigny platzte», sagte Rüfenacht für Bettlach. «Uns machte der Eigendruck am meisten zu schaffen», begründet er den Fehlstart. «Unsere Bilanz ist durchgezogen, uns fehlt die Konstanz», zieht Zeller für Grenchen ein Zwischenfazit. «Umsetzung und Effizienz sind unsere Probleme, denn durch die Ausfälle im Sturm, ist die Breite für ein Erfolgserlebnis gefordert», so Zeller.

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