Streethockey
Bettlach gewinnt gegen Bonstetten-Wettswil

Nach einem lange hart umkämpften Startspiel in die neue Saison der Nationalliga A schlug Bettlach am Ende Bonstetten-Wettswil 13:3.

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Der Bettlacher Petr Ribon (l.) setzt sich gegen Seiler durch.

Der Bettlacher Petr Ribon (l.) setzt sich gegen Seiler durch.

Hans Peter Schläfli

Das erste Tor schoss er selbst, zum Zweiten und zum Dritten gab er den Assist: Der neu verpflichtete Tscheche Petr Rybon, geholt von Aegerten-Biel, machte bei Bettlach gleich in den ersten Minuten der Saison 2012/13 klar, dass er eine Verstärkung, ja sogar die neue spielbestimmende Person ist. Das erste Spiel hatte drei Phasen. Zunächst war Bonstetten-Wettswil höchstens beim Powerplay gefährlich.

In der ersten Viertelstunde sah es deshalb nach einem leichten Sieg für Bettlach aus. Aber die frühe und absolut verdiente 2:0-Führung fiel den Platzherren wohl etwas zu einfach in den Schoss. Denn als den Zürchern in Überzahl der Anschlusstreffer gelang, legten diese einen Zacken zu und die Solothurner bekundeten in einer zweiten Spielphase damit sichtlich Mühe. So stand es plötzlich nur noch 3:3, als fast die Hälfte der Spielzeit vorbei war.

Der Einbruch der Zürcher

Als die Wende drohte, rissen sich die Bettlacher zusammen, und die dritte Phase des Spiels war wieder eine einseitige Angelegenheit. Vor allem der erste Block zeigte seine Torgefährlichkeit. Nach dem 7:3 brach Bonstetten-Wettswil richtiggehend ein. Die Zürcher gaben sich auf, zeigten keinen Stolz und kassierten die weiteren Tore fast im Minutentakt. «Es ist das erste Spiel einer langen Saison und wir müssen uns noch besser finden», analysierte Sportchef Andreas Siegenthaler das Auf und Ab. «Ich denke aber, es kommt gut.» Die Ziele sind hoch gesteckt: Bettlach will unter die besten Vier kommen, um in den Playoffs das Recht auf das erste Heimspiel zu erhalten. «Wir haben uns jedes Jahr ein wenig gesteigert und entsprechend setzen wir auch unser Saisonziel immer ein wenig höher», sagt Siegenthaler. «Mit diesem talentierten, jungen Team und Petr Rybon als absolutem Leader ist ein Platz unter den ersten Vier realistisch.»

Schritt um Schritt am Aufholen

In der Nachwuchsausbildung ist Bettlach vorbildlich. Viele Eigengewächse stehen in der NLA-Mannschaft. Sogar ein Frauenteam nimmt diesen Winter erstmals an der Meisterschaft teil. Und wann wird der SHC Bettlach Schweizer Meister? Andreas Siegenthaler: «Natürlich träumen wir davon, aber planen lässt sich das nicht. Da muss sehr viel stimmen. Oberwil und Grenchen sind im Streethockey noch immer das Mass der Dinge, aber wir holen Schritt für Schritt auf.»