Bettina Aebi wusste nach einem verletzungsgeplagten Winter, dass die Teilnahme an der Heim-Weltmeisterschaft eine wenig realistische Vorgabe für sie war. Die 21-jährige Oberaargauerin schaffte es zwar zum Zwischenziel EM, doch Platz 32 über die Langdistanz las sich nicht gerade wie ein Empfehlungsschreiben fürs WM-Team.

Bei ihrem WM-Debüt an den letztjährigen Titelkämpfen in Frankreich kam sie über die gleiche Distanz immerhin auf Platz 15.

Ein Lichtblick im Testlauf

Für die Weltcupläufe in St. Gallen vom letzten Wochenende vermochte sie sich nicht zu qualifizieren. Die WM war kaum mehr in Sichtweite. Dann diese Woche wie aus heiterem Himmel ein starkes Lebenszeichen beim Testlauf über die Mitteldistanz als viertbeste Schweizerin, nur 90 Sekunden hinter der grossen Simone Niggli-Luder, deren Trainer Bettinas Vater Fritz Aebi seit 15 Jahren ist.

«Endlich wieder einmal ein guter Lauf», freute sich die Oberönzerin, sagte aber gleichzeitig, «für eine echte WM-Chance hätte ich auch am Mittwoch über die Langdistanz brillieren müssen. Und für mich war klar, dass dies nicht möglich ist.» Der Grund liegt in einer Entzündung des Muskelansatzes im Knie, die sich vor einer Woche erstmals bemerkbar machte. Im ersten Testlauf lief sie mit Schmerzmitteln, über die Langdistanz wollte sie es ohne versuchen. «Doch die Schmerzen waren zu gross. Ich war total unkonzentriert und musste nach fünf Posten aufgeben.»

Ein Trostpflaster gab es nicht nur fürs lädierte Knie. Bettina Aebi vertritt die Schweiz an der Studenten-WM im spanischen Alicante. Dies entspricht auch ihrer Zielsetzung von Anfang Saison. Bereits morgen Samstag geht es an die spanische Sonne, am Dienstag steht der erste Wettkampf auf dem Programm.