In der 2. Liga könnte heute die Vorentscheidung um den Meistertitel und den Aufstieg in die 2. Liga inter fallen. Auf dem Sportplatz Affolter steht der Spitzenkampf zwischen Subingen und dem SC Fulenbach an. Vor der viertletzten Runde liegt das Duo sechs Punkte vor dem FC Lommiswil sowie dem FC Bellach und deren sieben vor dem FC Grenchen.

«Die Meisterschaft wird heute um 19 Uhr sicher noch nicht definitiv entschieden sein. Doch wenn es einen Sieger gibt, wird dieser am Ende wohl auch Solothurner Meister werden», lautet die Prognose von Subingens Trainer Dominik Ellenberger.

Im Moment haben die Wasserämter im Zweikampf knapp die Nase vorne – wegen der geringeren Anzahl an Strafpunkten. Das Prunkstück des Leaders in dieser Saison ist ganz klar die Defensive. Der FC Subingen kassierte in den 18 Meisterschaftsspielen nur 17 Gegentore.

«Unsere Abwehr ist sehr gut. Das liegt daran, dass die ganze Mannschaft die nötige Defensivarbeit verrichtet», bestätigt Ellenberger und schiebt sofort hinterher: «Vom System her spielen wir eigentlich überhaupt nicht defensiv.»

Fulenbach musste bisher exakt doppelt so viele Gegentore einstecken. Trainer Martin Herts Team erzielte dafür aber auch mehr als doppelt so viele Tore. 58 in 18 Spielen. Subingen steht bei 28, lediglich die Kellerkinder Blustavia und Oensingen haben noch weniger Tore auf dem Konto.

Torflaute kostete den Vorsprung

Insbesondere zum Start der Rückrunde fehlte den Subingern die nötige Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Die Ellenberger-Elf blieb viermal in Serie ohne Tor, holte aus den vier Partien gegen Lommiswil, Bellach, Trimbach und Blustavia nur zwei Punkte und verspielte dadurch ihren Fünf-Punkte-Vorsprung.

«Unsere Form hat auch in diesen Spielen gestimmt, wir hatten keine Krise oder so. Es fehlten einfach die Tore», stellt Ellenberger klar. «Wir können in dieser Liga keinen Gegner an die Wand spielen. Auch in der Vorrunde gewannen wir die meisten Spiele mit einem Tor Unterschied.»

In den vergangenen drei Partien traf der FC Subingen das Tor wieder. Und gewann auch wieder: 1:0 gegen Härkingen, 4:2 gegen Mümliswil und 2:1 gegen Oensingen. Doch auch der SC Fulenbach hat aktuell einen guten Lauf: nur eine Niederlage in der Rückrunde, zuletzt vier Dreier in Folge eingefahren.

Einen Favoriten gibt es im Schlagerspiel laut Dominik Ellenberger nicht. Er sieht die beiden Klubs auf Augenhöhe. In der Vorrunde konnte sich der SC Fulenbach dank einem Treffer vom Penaltypunkt aus mit 1:0 durchsetzen.

Ein Punkt genügt nicht

«Sie haben zwei, drei sackstarke Einzelspieler in ihrem Team», so Ellenberger. «Einen Top-Spieler wie Simon Affentranger hat kein anderer Verein in dieser Liga zur Verfügung.» Der FC Subingen könne in erster Linie die mannschaftliche Geschlossenheit und Kompaktheit in die Waagschale werfen. «Wir gehen füreinander. Bei uns wächst seit mehreren Jahren etwas zusammen. Dies gilt aber auch für den SC Fulenbach. Daher denke ich, dass die Tagesform heute entscheidend sein wird.»

Mit einem Unentschieden würde der Gastgeber Subingen die Tabellenspitze definitiv verteidigen. Die Wasserämter werden aber nicht auf Punkteteilung spielen, verspricht der Coach: «Daheim wollen wir natürlich gewinnen. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel und am Ende schauen wir, was rauskommt.

Das bessere Team wird gewinnen, je nach Spielverlauf werde ich hinterher auch mit einem Unentschieden zufrieden sein.» Dominik Ellenberger verweist darauf, dass sein Team zumindest auf dem Papier das schwierigere Restprogramm habe. Doch so weit in die Zukunft blicken wollte der 34-Jährige noch gar nicht, denn: «Wir freuen uns riesig auf den heutigen Spitzenkampf. Auf dieses Spiel haben wir während der gesamten Saison hingearbeitet.»