2. Liga

Besser bedeutet hier weniger schlecht: Klus-Balsthal kassiert ärgerliche Niederlage gegen Subingen

Subingen setzt sich gegen Klus-Balsthal durch.

Subingen setzt sich gegen Klus-Balsthal durch.

Der FC Klus-Balsthal unterliegt dem FC Subingen in einer knappen Partie mit 1:2. Vor allem in der enttäuschenden ersten Halbzeit leistete sich der Aufsteiger einige Aussetzer und machte sich damit das Leben selber schwer.

Klus/Balsthal kassiert in jedem Spiel zwei, drei unnötige Tore. So lässt sich in der 2. Liga kein Blumentopf gewinnen. Und so ging es auch am Sonntagmorgen auf dem heimischen Moos los: Zunächst riss der Thaler Eurico Nganga den Subinger Albion Hysniu übermotiviert um. Peter Csima schoss den Freistoss aus 25 Metern direkt aufs Tor. Remil Eminovic zog den Kopf ein und düpierte so seinen eigenen Goalie Ivo Teutschmann und es hiess wieder einmal 0:1 aus Sicht des Aufsteigers.

Mit einer schönen Kombination, durch Denis Kostadinovic souverän abgeschlossen, glich der FC Klus/Balsthal wenig später aus. Doch es folgte sogleich ein weiterer Lapsus. Dummer Ballverlust an der Seitenlinie und Tiago Ferreira riss Gianluca Moser im Strafraum um, obwohl dieser mit dem Rücken zum Tor keine akute Gefahr darstellte. Pascal Schwaller, Subingens Torhüter und Captain, trat an und traf zum 2:1 für sein Team. «Es ist das erste Mal, dass ich das Tor zum Sieg geschossen habe», sagte der 28-jährige Goalie.

Subingen war in dieser ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, was aber kein Kompliment ist, weil Klus/Balsthal wirklich schwer enttäuscht hatte. Auf beiden Aussenbahnen wurde miserabel verteidigt. In der Offensive warteten alle fast bewegungslos auf den Ball, ohne diesen wirklich zu wollen. So konnte bei den Kurzpässen immer wieder ein Subinger dazwischen gehen und den Ball abfangen.

Vierfacher Wechsel in der Pause von Klus/Balsthal

Trainer Dullaj Xhevxhet reagierte auf diese Arbeitsverweigerung der halben Mannschaft, indem er in der Pause alle vier erlaubten Wechsel vollzog. Sofort wehte ein frischer Wind auf dem Moos. Klus/Balsthal übernahm die Initiative, und was der Aufsteiger in der zweiten Halbzeit zeigte, war endlich eines Zweitligisten würdig. Auf der anderen Seite kämpften die Subinger willig, aber spielerisch zerrissen sie keine dicken Seile.

Trotzdem hätte Leonardo Baschung in der 52. Minute den Match für Subingen entscheiden müssen, doch er schoss aus drei Metern eine Hereingabe von links übers Tor. In der 65. Minute hätte Risto Petrovic den Ausgleich erzielen sollen, doch er brachte aus neun Metern ein perfektes Zuspiel von Ender Kaya nicht im Kasten unter. Wenig später zog Gianluca Moser alleine auf das Kluser Tor zu, aber Goalie Teutschmann konnte bravourös abwehren. So wogte das Geschehen hin und her, bis in der Nachspielzeit nach einem Eckball ein Kopfball von Kostadinovic knapp über das Subinger Tor strich.

Das Heimteam schlägt sich wegen Aussetzern selbst

So blieb es beim knappen Sieg der Gäste. «Ich musste der Mannschaft in der Pause zeigen, dass es so nicht geht», erklärte Klus-Balsthal-Trainer Dullaj die vier frühen Wechsel. «Es hat gewirkt, aber es ist schade, dass wir uns immer mit defensiven Aussetzern selber schlagen. Eine gute Halbzeit reicht einfach nicht. Die Einstellung muss besser werden, wir müssen mehr schaffen und weniger reden.»

Subingen ist derzeit keine Spitzenmannschaft

Während 30 Jahren mischten die Subinger in der Solothurner 2. Liga ununterbrochen an der Spitze mit. Wenn der Klub nicht sogar eine Liga höher spielte. Deshalb wird der jetzige Mittelfeldplatz nun schon als eine Krise empfunden. «Wir müssen akzeptieren, dass diese Saison Iliria, Bellach und Mümliswil besser sind als wir», fasste Trainer Dominik Ellenberger seine Sicht der Dinge zusammen. «Wir haben heute gut gekämpft und gezeigt, dass diese Mannschaft lebt. Die Erwartungen sind in Subingen eben immer sehr hoch, aber wir befinden uns in einem Umbruch und sind derzeit keine absolute Spitzenmannschaft.»

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