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Berner Starauflauf beim Erstligisten im Stadion Solothurn

YB-Trainer Gross (hinten mit Mütze) beobachtet die Solothurner Juan Munz und Andreas Keller (rechts).HPS

YB-Trainer Gross (hinten mit Mütze) beobachtet die Solothurner Juan Munz und Andreas Keller (rechts).HPS

Erstligist Solothurn verliert das Testspiel gegen die Young Boys knapp mit 1:2. Die Young Boys konnten ihre Überlegenheit jedoch nicht auf dem Platz umsetzten. Nur einmal wussten sie ihre technischen Vorzüge zu nutzen: Ben Khalifa traf sogleich.

650 Kiebitze – mehrheitlich in den YB-Farben schwarz-gelb – umsäumten den Kunstrasen-Platz im Stadion Solothurn bei herrlichem Sonnenschein, aber winterlichen Temperaturen. Wohl versuchte YB die Devise ihres Cheftrainers Christian Gross, dominant aufzutreten, umgehend umzusetzen. Nach nur fünf Trainingseinheiten fand sich jedoch die Solothurner Abwehr rasch und liess nur wenig zu.

«Wir haben einen guten Goalie»

Aus 20 (!) Eckbällen holte YB nichts Zählbares heraus. «Für solche Situationen haben wir einen guten Goalie», lobte FCS-Trainer Roland Hasler Molina. «Die Auswertung war ungenügend, aber wir waren nahe dran», sah Gross viel Spielfreude. Es war dennoch ein stehender Ball, der dem Super League-Klub die Führung einbrachte. Lecjaks versenkte einen Freistoss aus 17 Metern durch die Mauer (32.).

YB konnte seine Vorzüge in Ballbehandlung und Passing nur einmal erfolgreich umsetzen: Ben Khalifa erwischte Molina auf Vorarbeit Sutters unter dem Oberkörper hindurch (45.) zum 0:2.

«Ihr müsst mutiger sein», gab Hasler in die zweite Hälfte mit. Dieser Mut wurde in der 53. Minute belohnt. Sohn Patrick schoss den sich abdrehenden Sutter an und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. «Das war ein sehr strenger Penalty», sagte Hasler. Gross sprach von einem «erfundenen Penalty». Im Captain-Duell liess Liloia Wölfli keine Chance – 1:2.

Solothurn plant mit Zuzügen

Viel Kredit gibt Gross den Solothurnern: «Ich kenne Roland Hasler schon lange und er ist sehr ambitioniert Er hat gute Chancen mit seiner homogenen und guten Truppe aufzusteigen, zumal er alle Direktbegegnungen zu Hause austragen kann». Noch nicht abgeschlossen hat Hasler die Teambildung. «Ich vertraue den Spielern aus der Vorrunde, aber wir haben noch zwei bis drei Nummern frei für Verstärkungen, denn wir müssen gegen Verletzungen gewappnet sein», erklärt er.

Heute Montag werden sich deshalb drei Kandidaten vorstellen. Als Einziger nicht mehr dabei ist Jaksic, der Torhüter Nr. 2, der zu Köniz wechselt, und über dessen Nachfolge in den nächsten zehn Tagen entschieden wird. Danny Hasler kehrt im Februar von seinem Auslandstudium zurück.

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