EHC Olten
Bengt-Ake Gustafsson bleibt im Amt: Im Zweifel für den Angeklagten

Der EHC Olten will bis zum Saisonende mit Bengt-Ake Gustafsson und dem restlichen Coaching-Staff zusammenarbeiten. Ein mutiger Entscheid, welcher nicht ohne Risiken und Nebenwirkungen ist.

Marcel Kuchta
Marcel Kuchta
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Bengt-Ake Gustafsson kann jetzt beweisen, dass er immer noch ein grosser Trainer ist.

Bengt-Ake Gustafsson kann jetzt beweisen, dass er immer noch ein grosser Trainer ist.

KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Der EHC Olten hält trotz der aktuellen sportlichen Misere am Trainerduo Gustafsson/Bartolone fest. Dieser einstimmige Entscheid des Verwaltungsrats kommt nicht überraschend. Die Mannschaft hat am Sonntag im Derby gegen Langenthal (1:3) gezeigt, dass sie gewillt ist, zu kämpfen, auch wenn ihr die spielerischen (und personellen) Mittel momentan fehlen. Der positive und ermutigende Support der 5000 Zuschauer im Kleinholz dürfte die Verantwortlichen bei der Abwägung dieses heiklen Entscheids ebenfalls beeinflusst haben. Es war letztlich ein Urteil, welches im Zweifel für den Angeklagten gefällt wurde.

Ist nun alles wieder gut?

Ist nun alles wieder gut im Staate EHC Olten? Nun: Dass dem Trainerduo der Rücken gestärkt wird, dürfte mit Sicherheit wieder etwas Ruhe ins bisweilen hektische Umfeld der Powermäuse bringen. Aber letztlich ist es die Mannschaft, die das Vertrauen der Klubführung in den Coaching-Staff auf dem Eis in positive Resultate umsetzen muss. Die Spieler sind nun in der Bringschuld. Kampf, Leidenschaft und Herzblut sind nur die Basis für den Erfolg. Auf dieser Basis aufbauend muss die Mannschaft nun zeigen, dass sie die Arbeit ihrer Trainer auch in erfolgreiche Darbietungen ummünzen kann.

Schliesslich ist und bleibt der EHC Olten ein ambitioniertes Team, welches in den in einem Monat beginnenden Playoffs ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um den B-Titel mitreden möchte. In der aktuellen Verfassung ist der EHCO allerdings meilenweit davon entfernt, ein Spitzenteam zu sein. Die Resultate der kommenden Spiele werden letztlich also darüber entscheiden, ob der Schulterschluss der Klubführung mit dem Coachingstaff ein Schuss in den Ofen war oder ob Bengt-Ake Gustafsson als grosser Gewinner aus dieser Krise hervorgeht. Den Beweis, dass er tatsächlich immer noch ein grosser Trainer ist, kann er jetzt erbringen.

Es bleiben Zweifel

Die Zweifel daran, dass ihm das tatsächlich gelingen wird, lassen sich jedenfalls nicht so schnell vertreiben. Dazu ist die Mannschaft im Verlauf der bisherigen Saison zu oft zu viel schuldig geblieben – dritter Tabellenrang hin oder her. Auch deshalb ist der Entscheid der Klubführung zwar nachvollziehbar, aber nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen.

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