Fussball
Bellach gewinnt dank spätem «Lucky Punch»

Der FC Bellach gewinnt auswärts in der 2. Liga regional gegen Blustavia mit 1:0. «Meine Spieler sind viel zu wenig gelaufen und haben sich nicht angeboten», analysierte Blustavia-Trainer Piero Fracasso.

Hans Peter Schläfli
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Bellachs Matchwinner André Zimmermann macht sich gegen Blustavia auf und davon.
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Kopfballduell zwischen dem Bellacher Etienne Büschi und Blustavias Manuele Panzeri
Der Bellacher Mathias Mejeh im Popfballduell gegen Blustavias Pascal Brunner.
Bellach gewinnt auswärts in der 2. Liga regional gegen Blustavia

Bellachs Matchwinner André Zimmermann macht sich gegen Blustavia auf und davon.

«Bellach hat eine körperlich robuste und technisch gute Mannschaft, die zudem vom Trainer hervorragend eingestellt wird», analysierte zur Pause Thomas Wälti – sozusagen der Hanspeter Latour der Solothurner 2. Liga, das Nachbarderby auf dem Mittleren Brühl. Und seine Meinung zählt etwas, schliesslich kennt keiner die regionale Fussballszene besser als er. «Es wird Bellach für einen vorderen Platz reichen, aber Meister wird diesmal wieder Subingen, das in der Solothurner 2. Liga diese Saison eine Klasse für sich ist», fuhr Wälti fort. Zu diesem Zeitpunkt stand es zwischen Blustavia und Bellach noch 0:0 – und von der Subinger 1:3-Niederlage gegen Härkingen konnte Wälti auch noch nichts ahnen, weil dieser Match noch gar nicht begonnen hatte.

Lange unspektakulär

Es war lange kein spektakuläres Spiel. Blustavia schien dem ersten Tor etwas näher zu sein, bis kurz vor der Pause zweimal Bellach brandgefährlich aufspielte. So glänzte Goalie Daniel Bleuer in der 42. Minute gegen den alleine anstürmenden und von Pascal Brunner penaltyreif zurückgehaltenen Lulezim Ismaili, und in der 45. Minute gegen Etienne Büschi. Es blieb beim torlosen Zwischenresultat, aber die Emotionen waren geweckt.

Hektisch wurde es ein erstes Mal, als sich Mathias Mejeh nach einem Foul als Rächer einmischte und einen Gegner umriss, dafür aber vom Schiedsrichter Spaju nur ermahnt wurde. Bei einem Bellacher Angriff schlug dann Ismaili seinem Gegenspieler Dan Brand die Faust auf die Brust. Es war zwar nicht gerade brutal, aber der Linienrichter hatte es gesehen und meldete es dem Schiri, der nach kurzer Besprechung zurecht die rote Karte zückte.

Entscheidung in der 81, Minute

Doch in der Folge trat Blustavia mit einem Mann mehr nicht etwa überlegen auf. Ganz im Gegenteil: «Meine Spieler sind viel zu wenig gelaufen und haben sich nicht angeboten», analysierte Trainer Piero Fracasso. Hineinrufen nütze in solchen Situationen nichts. «Vielleicht, wenn ich auf der Ersatzbank einen Routinier gehabt hätte, aber von den Nachwuchsspielern durfte ich auch nicht erwarten, dass sie da wieder Ordnung reinbringen.» Bellach versuchte geschickt, den Lucky Punch anzubringen, der in der 81. Minute gelang. Herrlich, wie André Zimmermann den Ball von links in die entfernte tiefe Ecke schlenzte. Alleine das Siegestor des Matchwinners war den Besuch dieses Spiels wert. Und dann feierten die Bellacher ihre alleinige Tabellenführung ausgelassen.