Es war ein attraktives 2. Liga-Spiel, das sich Bellach und Blustavia lieferten. Beide Seiten bemühten sich um einen konstruktiven Aufbau, was zu sehenswerten Spielzügen führte. Dass die Platzherren auf einem Abstiegsplatz liegen, war nicht zu erkennen. Sie wirkten sogar leicht überlegen, und sie kamen auch zur ersten guten Chance: In der 20.Minute verfehlte Spielertrainer Andreas Heiniger mit seinem Schuss das Tor nur knapp.

In Führung gingen dann aber die Gäste: Christian Oetterli profitierte von einem fatalen Fehlpass in der Bellacher Verteidigung und schoss ohne Schwierigkeiten das 1:0 für Blustavia. Die Einheimischen waren geschockt und Pascal Brunner wäre bei seinem Pfostenknaller in der 32. Minute beinahe die Vorentscheidung für Blustavia gelungen. Kurz vor der Pause startete dann der sehr produktive Bellacher Hector Tonn hart an der Grenze zum Offside. Er bediente in der Mitte Mark Mendoza, doch der bestens aufgelegte Goalie Nicola Mastrogiovanni fing den Ball gerade noch ab.

Bellach drückte auf den Ausgleich

Zur zweiten Hälfte startete Bellach fulminant. Blustavia kam kaum mehr über die Mittellinie, die Platzherren erkämpften sich immer wieder die so genannten «zweiten Bälle» und machten unglaublichen Druck. Doch obwohl es bei flachen Hereingaben von der Seite mehrfach vor dem Tor der Gäste brannte, wollte der Ausgleich nicht fallen.

In der 62.Minute wurde Bellach für seine Ineffizienz bestraft. Blustavia überwand bei einem Konter mit einer tollen Ballstafette das Mittelfeld, Oetterli legte uneigennützig mit einem Hackentrick zum aufrückenden Franco Torre zurück, und der erzielte mit einem Schlenzer das 2:0 für die Gäste. Damit war der Widerstand gebrochen. Bellach griff zwar weiterhin an, aber Blustavia hatte alles im Griff. «Das war wieder einmal typisch für uns», analysierte Bellachs Spielertrainer Andreas Heiniger den Match, «wir haben nicht schlecht gespielt, aber uns selber geschlagen. Mit einem absolut unnötigen Fehler brachten wir den Gegner in Führung und uns selbst in Rücklage. Danach waren wir im Abschluss wieder einmal zu wenig gefährlich.»