Fussball
Bellach bleibt Leader in der 2. Liga Solothurn

Trotz dem ersten Punktverlust beim 1:1 gegen Trimbach bleibt Bellach an der Spitze der 2. Liga. Als einziges Team verlustpunktlos ist allerdings Subingen, das am Sonntag im Schweizer Cup gegen Greifensee engagiert war und mit 1:2 unterlag.

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Fulenbachs Captain Simon Affentranger wehrt kurz vor der Pause erfolgreich einen gegnerischen Ball ab.

Fulenbachs Captain Simon Affentranger wehrt kurz vor der Pause erfolgreich einen gegnerischen Ball ab.

Bruno Kissling

Ebenfalls noch ohne Niederlage ist Mümliswil. Am anderen Ende der Tabelle bleibt Aufsteiger Iliria Solothurn nach drei Partien weiter punktelos. Italgrenchen gewinnt die Partie gegen Iliria, obwohl sich grosse Chancen auf beiden Seiten entwickelten.

Italgrenchen holt erster Sieg

Bereits in den Startminuten zeigte die Heimmannschaft grossen Willen, die letzten Niederlagen wieder gut zu machen. Bis zum ersten Tor dauerte es nur 13 Minuten, als Laus nach einem Sololauf den Ball versenkte. Nur fünf Minuten später schoss dann Oliveira das 2:0. Italgrenchen blieb für die restliche erste Halbzeit die dominierende Mannschaft, obschon Iliria probierte, den Rückstand aufzuholen.

Kurz vor Halbzeitende erzielte die Gastmannschaft mit Sadriji das 2:1. Sortino antwortete kurze Zeit später mit dem 3:1. In der zweiten Halbzeit machte Iliria Druck und es entwickelten sich einige Chancen für die Gastmannschaft. Bereits in der 47. Minute kam es zu einer gefährlichen Aktion mit einem Freistoss von Sadriji, welcher Torhüter Schwaller mit den Fäusten abwehrte. Iliria wurde zu einem ungemütlichen Gegner, doch dank einer guten Leistung von Torhüter Schwaller und einer kämpferischen Abwehr kam es nicht zu weiteren Toren und Italgrenchen holte sich die ersten drei Punkte.

Bellach mit viel Selbstvertrauen

Die Gäste aus Bellach zeigten von Anfang an, dass sie nach den beiden Startsiegen mit viel Selbstvertrauen nach Trimbach gereist waren. Die Heimelf aus Trimbach hingegen musste ferien- und verletzungsbedingt auf 8 Akteure verzichten. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass der Ball mehrheitlich in der Trimbacher Spielhälfte zu suchen war. Mehrmals gelang es den stark aufspielenden Bellacher Aussenläufer, die Trimbach Aussenspieler zu überlaufen und gefährlich in den Sechzehner zu spielen.

Beim Abschluss fehlte es jedoch an Präzision oder Konzentration. Und wenn der Schuss einmal aufs Tor kam, wehrte der junge Flury souverän ab. Erst in der 38. Minute konnte Enes Ismaili freistehend vor dem Tor nur noch einschieben, nachdem die Trimbach einmal mehr über links überlaufen wurden.

Dank dem Unvermögen der Gäste blieb das Spiel für die Dias-Elf offen und je länger das Spiel dauerte, je mehr glaubten die Trimbacher an einen Punktgewinn. In der 75. Minute stellte Dias auf eine Dreierkette um und schickte Baumgartner in die Sturmspitze. Ab diesem Zeitpunkt sorgte der beste Mann auf dem Platz für viel Unruhe im Gästestrafraum. In der 84. Minute schlug Ramel einen hohen Ball auf Höhe des Elfmeterpunktes. Baumgartner gewann den Zweikampf gegen den herausstürmenden Torhüter und konnte den in der Mitte völlig freistehenden Rüedi anspielen, der sicher einschob.

Nach dem Ausgleich stellt Trimbach wieder auf die Viererkette um und es ergaben sich für beide Mannschaften keine nennenswerten Torchancen mehr. So gelang Trimbach ein glücklicher aber kämpferisch verdienter Punktgewinn. Nicht den sichersten Abend bot das Schiedsrichtertrio, welches die beiden offensichtlichen Tätlichkeiten der Gästemannschaft aus nächster Nähe nicht einmal mit gelb bestrafte.

Blustavia feiert Sieg in Egerkingen

Egerkingen wollte gegen Blustavia eine Reaktion zeigen, konnte jedoch eine gewisse Unsicherheit zu Beginn nicht verbergen. So verzeichneten die Gäste zu Beginn mehr Spielanteile, konnten diese jedoch nicht in Chancen ummünzen. Die Heimelf kam mit der Zeit besser ins Spiel und konnte das Spiel in der Folge ausgeglichen gestalten.

Die ersten Chancen konnte sich Egerkingen erarbeiten, die Abschlüsse waren jedoch noch zu ungenau. Die Gäste ihrerseits verzeichneten in der 24. Minute die erste Topchance durch Brunner, welcher seinen Heber aber neben das Tor setzte. In der 30. Minute liessen Brunner und im Anschluss Torre gleich zweimal die Egerkinger Querlatte erzittern. Die Aktion schien die Heimelf nun vollends zu wecken, denn Egerkingen übernahm nun das Spieldiktat und erspielte sich mit sehenswerten Kombinationen mehrere gute Torchancen. Doch Krasniqi und Rudaj vermochten das Score nicht zu eröffnen und vergaben teilweise fahrlässig beste Möglichkeiten.

Auch nach dem Tee war es die Heimelf, welche druckvoller agierte und die Gäste zu Defensivarbeit zwang. Einige Male brannte es lichterloh im Strafraum der Gäste, doch Egerkingen nutzte seine Chancen weiterhin nicht.

So konnte sich Blustavia ab der 70. Minute aus der Umklammerung lösen und seinerseits ebenfalls wieder Akzente setzen. Die Gäste blieben vorallem mit schnellen, schnörkellosen Konterangriffen immer gefährlich. Ein solcher eröffnete Brunner in der 74. Minute eine gute Möglichkeit, doch Hädener vermochte den Solothurner gerade noch am Abschluss zu hindern. Im Gegenzug setzte sich Covarelli auf der linken Seite durch, machte seine Grosschance aber mit einem Verstolperer gleich selber zunichte.

Nach einem Eckball in der 80. Minute konnte Egerkingen nur ungenügend abwehren und im zweiten Versuch konnte Panzeri den Ball mittels Kopf über die Linie drücken. In der Folge suchte Egerkingen den Ausgleich, konnte sich jedoch gegen die diszipliniert arbeitende Hintermannschaft keine gefährlichen Chancen mehr erarbeiten. Blustavia nutzte im Gegenzug die vorhandenen Räume für rasche Kontervorstösse, konnte seinerseits das Score aber ebenfalls nicht erhöhen. So „entführten“ die Gäste die drei Punkte aus Egerkingen, nach einem Spiel, bei welchem eine Punkteteilung wohl eher dem Spielverlauf entsprochen hätte.

Biberist eigentlich näher am Sieg

Aufwand und Ertrag waren für Biberist nicht im Einklang. «Wir waren in allen Belangen überlegen», sagte Trainer Vincenzo Salerno am Ende, «ich ärgere mich gewaltig über die Niederlage.»

In allen Belangen – das stimmte so eben doch nicht ganz. Mümliswil zeichnete sich nämlich durch die klar bessere Chancenauswertung aus. So entwischte in der 20. Minute Thomas Knuchel mit einem Steilpass, umdribbelte Goalie Moreno Blum und schob souverän zur Führung für die Gäste ein.

Zu diesem Zeitpunkt hätten die Platzherren längst in Führung liegen müssen. Aber in der 13. Minute, nachdem Philipp Dornbierer an der Seitenlinie den Ball erobert hatte, stand Roman Rüegsegger alleine vor dem Mümliswiler Torhüter. David Kaufmann wehrte aber Schuss und Nachschuss mirakulös ab.

In diesem Rhythmus ging es in der ersten Halbzeit weiter. Mümliswil machte zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung, Biberist eroberte sich den Ball zurück und lancierte den nächsten Angriff. Der Ausgleich in der 25. Minute war deshalb mehr als verdient. Diesmal traf Rüegsegger aus vollem Lauf unhaltbar zum 1:1.

Mehrere gute Chancen vergab Pascal Senn, sodass die Guldentaler mit dem Unentschieden zufrieden sein konnten. Und als in der 66. Minute Bleron Dakaj nur die Latte traf, begann sich die alte Fussballerweisheit abzuzeichnen: Wer sie vorne nicht macht, kassiert sie hinten.

Dabei waren die auswärtigen Fans vor dem Match überhaupt nicht glücklich mit der Aufstellung von Trainer Bruno Kaufmann. «Jetzt haben sie gut gespielt und er stellt alles um», meinte da ein Mümliswiler, am liebsten würde er gleich wieder nach Hause fahren.

Vor allem, dass Goalgetter Reto Schärmeli auf der Ersatzbank Platz nehmen musste, führte zu hitzigen Diskussionen. «Er hat einen Trainingsrückstand und die Erholungsphase nach dem schweren Spiel gegen Härkingen vom Mittwoch war für ihn zu kurz», erklärte Kaufmann nach dem Spiel.

Auch mit Jörg Müller als zentralem Verteidiger wollten sich die FCM-Fans nicht abfinden. Ausgerechnet der wurde aber zum Matchwinner. «Ich habe ihn gebracht, weil Biberist grosse und kopfballstarke Stürmer hat», erklärte Kaufmann.

Die Rechnung ging mehr als auf: Nach einem Freistoss von links erzielte Müller in der 75. Minute per Kopf das Mümliswiler Siegestor. Was folgte, war ein verzweifeltes Anrennen der Biberister.

Italgrenchen – Iliria 3:1 (3:1)

Tore: 13. Laus 1:0. 18. Oliveira 2:0. 43. Sadriji 2:1. 44. Sortino 3:1.

GS Italgrenchen: Schwaller, Castelli, Siragusa, Oliveira Gomes (90. Palermo), Thaqi, Sortino, Ekrem, Tiralongo (73. Camiolo), Kocher, Laus (80. Bertolino), De Maria.

FC Iliria: Obrecht, Corti, Jahiu, Racipi Riad, Racipi Besim, Demiri, Arifi Shaban, Redzepi (81. Murtezi), Arifi Alban (71. Prenaj), Raimi, Sadriji.

Egerkingen – Blustavia 0:1 (0:0)

Mühlematt, Egerkingen. – 100 Zuschauer. SR Besnik Fetaj. – Tor: 80. Panzeri 0:1.

Egerkingen: Bagardi, Fischer, Grolimund, R. Hasani, Hädener, Radic (55. Covarelli), Suna (46. Kura), H. Hasani, Krasniqi (66. Cengiz), B. Rudaj, K. Rudaj.

Blustavia: Bleuler, Brand, Panzeri, Torre, Brunner, Oetterli, Morandi, Paduli, Spring (40. Ciancimino), Falk, Marti.

Härkingen – Fulenbach 1:3 (1:0)

Aesch. – 308 Zuschauer. – SR: Fetaj. –Tore: 44. L. Oeggerli 1:0. 58. Affentranger 1:1. 82. Affentranger 1:2. 90 (+1) Luan Spielmann 1:3.

Härkingen: Brönnimann; R. Büttiker (40. M. von Arx), Gyger, Weilenmann, F. Büttiker; L. Oeggerli (55. Sommer), Stecher (74. Gasser), K. von Arx, A. Oeggerli; J. Büttiker, Gutschier.

Fulenbach: M. Ehrenbolger; Hürzeler, Bitterli, Affentranger, N. Gradwohl; Jäggi (74. Kunz), J. Wyss, von Rohr, Imbach; Luan Spielmann, Y. Ehrenbolger (87. Flury).

Bemerkungen: Fulenbach ohne Lenz (gesperrt), F. Wyss (verletzt) und Müller (abwesend). – Verwarnungen: 10. Stecher, 14. Gyger, 43. Bitterli, 64. Gutschier, 74. Weilenmann (alle wegen Foul). – Cornerverhältnis: 3:9.

Biberist – Mümliswil 1:2 (1:1)

Giriz. – 120 Zuschauer. – SR: Ritter. – Tore: 20. Knuchel 0:1. 25. Rüegsegger 1:1. 75. Müller 1:2.

Biberist: Blum; Nenniger, Jäggi, Karabulut, Wirth; Dakaj, Thurnherr (79. Stuber), Senn (87. Simeone); Dornbierer, Rüegsegger, Krasniqi.

Mümliswil: Kaufmann; Kamber, Müller, Schalt; Kohler; D. Ackermann, N. Ackermann, J. Disler, Widmer, Knuchel (72. Schärmeli), Reichlin (72. R. Disler).

Trimbach – Bellach 1:1 (0:1)

Leinfeld. – 130 Zuschauer. – Tore: 35. Büschi 0:1. 80. Rüedi 1:1.

Trimbach: Flury; Michael Schalt, Baumgartner Ramel, Yildirim; Sandro Schalt, Rüedi, De Pascali, Dibrani, Donatiello (91. Iandorio); Ngokpho.

Bellach: Willi; Belloni, Rok, Mejeh, Sülüngöz; Marthaler, Xhema, Zimmermann (72. Oetterli), Kovacevic, Büschi; Ismaili (83. Belloni).

Bemerkungen: Verwarnungen: Ismaili, Kovacevic, Ramel und Sandro Schalt.