Fussball
Bellach beisst sich am Goalie die Zähne aus und schlägt sich selbst

Obwohl über weite Strecken spielbestimmend unterliegt Bellach Italgrenchen 1:3. Matchwinner auf Seiten der Gäste war Goalie Pascal Schwaller.

Denis Kurzhals
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Luftkampf zwischen Luca Voglioso von Italgrenchen (rechts) und Kevin Marthaler

Luftkampf zwischen Luca Voglioso von Italgrenchen (rechts) und Kevin Marthaler

Hans Ulrich Muelchi

Der Gastgeber FC Bellach verschlief die ersten Minuten im 2.-Liga-Match gegen Italgrenchen komplett und startete denkbar ungünstig in diese Partie. Gerade einmal vier Minuten dauerte es, ehe Sulejmani den Ball leichtfertig an den Grenchner Laus hergab. Letzterer traf ohne Mühe zur frühen Führung. Dieser Treffer schien der nötige Weckruf zu sein. Nur gerade zwei Minuten später kam das Heimteam zur ersten hochkarätigen Möglichkeit durch einen herrlich getretenen Freistoss, welcher aber auf der Linie per Kopf von den Grenchnern pariert werden konnte.

Danach übernahm Bellach das Kommando auf dem Rasen immer mehr und erspielte sich demzufolge immer wieder gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Doch sowohl Zimmermann, wie auch Marthaler oder Rodrigues scheiterten regelmässig am starken Schlussmann Schwaller. Und so gingen die Gäste mit der schmeichelhaften Führung in die Pause.

Vom 0:1 zum 0:3 aus dem Nichts

Das Team von Trainer Beat Martinetz machte nach dem Seitenwechsel dort weiter, wo es davor aufgehört hatte. Will heissen, die Gastgeber versuchten, die Grenchner sofort unter Druck zu setzen. Jedoch scheiterten die Akteure ein ums andere Mal am glänzenden Gästekeeper. Von Grenchens Offensive sah man in der zweiten Hälfte nicht mehr viel; wie aus dem Nichts freilich erzielte der in der Pause eingewechselte Sorino in der 73. Minute das 0:2. Und nur drei Minuten später gelang dem gleichen Spieler sogar auch noch der dritte Treffer für die Gäste. Bellachs Abwehr wurde jeweils durch einen schnell vorgetragenen Konter überrascht und einige Zuschauer waren davon überzeugt, dass den Toren ein Offside vorangegangen sei. Die Fahne des Linienrichters jedoch blieb beide Male unten. Der Doppelschlag wog natürlich schwer und obwohl das Heimteam weiter an sich glaubte und Marthaler in der 83. Minute noch das 1:3 markieren konnte, musste man sich in Bellach mit der Niederlage abfinden. «Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir hatten den Match im Griff und kämpften bis zum Abpfiff, sind aber immer wieder am hervorragenden Torwart der Gäste gescheitert», meinte Trainer Beat Martinetz.

Lob an Grenchens Goalie

Auch die Grenchner wussten, dass ihr Torhüter einen grossen Anteil am Sieg hatte: «Unser Goalie hat uns heute ganz klar im Spiel gehalten.», so Grenchens Verteidiger Marco Röthlisberger. Keeper Pascal Schwaller selbst war sichtlich glücklich über den Spielausgang: «Es war ein schwieriges Spiel. Bellach hatte klar mehr von der Partie. Wir hatten die letzten zwei Spiele unglücklich mit einem Gegentor verloren. Nun war das Glück endlich mal auf unserer Seite.». Fazit: Bellach schlägt sich durch die mangelnde Chancenauswertung praktisch selbst und Italgrenchen darf sich glücklich schätzen, aus so einem Spiel drei Punkte zu entführen.