Fussball

Belgrader Heimspiel am Uhrencup dank dem «Züri-Fäscht»

Roter Stern Belgrad bezwingt am Uhrencup in Grenchen die Grasshoppers mit 1:0. Während die GC-Fans lieber dem Feuerwerk am «Züri-Fäscht» beiwohnten, hielten sich die Roter-Stern-Anhänger nicht zurück.

Traumhafte Spielbedingungen auch bei der zweiten Partie des 51. Uhrencups. Da der Match auf das gleichzeitig stattfindende «Züri-Fäscht» fiel, hielt sich der Zuschaueraufmarsch der GC-Fans in Grenzen. So gesehen wurde es für Roter Stern Belgrad ein Heimspiel, welches sie vor fast 4400 Zuschauern mit 1:0 für sich entschieden.

Belgrader Pyro-Show

Während sich die serbischen Fans, welche aus ganz Europa nach Grenchen kamen, zu Spielbeginn mit Pyros nicht zurückhielten, waren es die Zürcher, welche ihrerseits das Feuerwerk auf dem Rasen zeigten. Ngamukol zündete auf der rechten Seite den Turbo und flankte von der Grundlinie in die Mitte, wo Vonlanthen zum Abschluss kam. Sein Schuss landete am rechten Pfosten (7.). Dann war Belgrad an der Reihe. Captain Milijas zirkelte einen Freistoss gefährlich vor das Zürcher Tor, wo Bürki den Ball mit den Fingerspitzen noch über die Latte lenken konnte.

Etwas geschockt liess GC in der Folge die Gäste aus Belgrad gewähren und das Spielgeschehen verlagerte sich in die Hälfte der Zürcher. Trainer Stojanovic, welcher im Vorjahr gegen die Schweiz noch an der Linie von Slowenien stand, musste im Uhrencup auf Neuzugang Ninkovic von Dynamo Kiew verzichten. Trotzdem hatten die Serben in dieser Phase mehr vom Spiel. Doch ein Hinterhaltsschuss von Savicevic war für Bürki kein Problem. Nach einer guten Spielphase von GC, in welcher sie Bajkovic im Tor der Serben prüften, ging Roter Stern mit 1:0 in Front. Bürki wehrte eine flache Hereingabe nach vorne ab, wo Kasalica am schnellsten reagierte und zum vielumjubelten 1:0 einschob (30.).

Nun hielten sich die Belgrad-Anhänger mit ihren pyrotechnischen Mitbringseln nicht mehr zurück. Erst als die Stadionspeakerin auf serbisch erklärte, dass dies nicht toleriert wird, hielten sie inne. Kurz vor der Pause lancierte Abrashi Ngamukol mit einem Zuckerpass in die Tiefe, wo der Zürcher Goalgetter den Ball aber nicht unter Kontrolle brachte. So ging es mit dem knappen 1:0-Vorsprung von Roter Stern Belgrad in die Pause.

Angefeuert von den Landsleuten

Auf beiden Seiten gab zu Beginn der zweiten Hälfte je eine Chance. Während Mihajlovic seinen Kopfball neben das Tor setzte, war es auf der Gegenseite GCs Feltscher, der für seine scharfe Hereingabe keinen Abnehmer fand. Aufregung dann im Lager der Serben, als Bürki einen Freistoss vor die Füsse von Mihajlovic abwehrte und der Schiedsrichter dessen Tor wegen Offside aberkannte (54.). Angefeuert von ihren Landsleuten, behielt der serbische Vizemeister der vergangenen Saison die Oberhand. Die Zürcher konnten Belgrad während der gesamten zweiten Hälfte nie ernsthaft in Gefahr bringen.

Gegen Spielschluss lag sogar ein zweites Tor in der Luft. Savicevic sah seine Torschüsse von Bürki zweimal sauber pariert. Beide Trainer zeigten sich nach der Partie zufrieden: «Trotz ein paar Unsportlichkeiten gegen Ende bin ich mit dem Spiel zufrieden. Einzig unsere Chancenauswertung liess etwas zu wünschen übrig», schloss GC-Trainer Michael Skibbe. «Wir haben grosses Vergnügen hier an diesem Traditionsturnier spielen zu können. Unser Sieg in dieser Phase der Vorbereitung bedeutet uns recht viel» zeigte sich Belgrads Trainer Stojanovic erfreut.

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