Nach dem Erfolg vor Wochenfrist in Basel begann für den EHC Zuchwil Regio unmittelbar die Playoff-Vorbereitung. Die Solothurner werden die entscheidende Phase aus der Pole Position in Angriff nehmen. Dies ist mitunter einer bisher makellosen Masterround mit sechs Siegen zu verdanken.

Aus dem umfangreichen Lazarett gab es vor der Lyss-Partie eine positive Meldung zu verzeichnen: Leuenberger kehrte aufs Eis zurück. Dafür meldete sich sein Sturmpartner Blatter ab. Letzterer hatte die vergangenen Partien stets krank bestritten, nahm sich aber jetzt die verdiente Auszeit.

Lyss unter Druck

Für Zuchwil ging es in dieser zweitletzten Begegnung gegen Lyss um nichts. Die Seeländer jedoch brauchten noch Zähler, ansonsten droht ihnen das Abrutschen auf Platz 5. Vom Druck war vorerst nicht viel zu erkennen, die beiden Mannschaften taten sich nicht sonderlich weh. An vergangene Duelle konnte dieses Aufeinandertreffen nie anknüpfen. Auch ein Vorgeschmack auf die Playoffs und ein mögliches Wiedersehen im Halbfinale hatte damit nichts am Hut. Der Startabschnitt endete wenig überraschend torlos.

In der 24. Minute eröffnete Joel Allemann das Skore. Die Gäste waren besser aus der Kabine zurückgekehrt und machten auch in der Folge mehr fürs Spiel. In den Reihen des Heimteams fehlten bisweilen der Biss und die nötige Überzeugung. Angesichts der Ausgangslage verständlich. Jedoch waren die Seeländer teils übermotiviert und nahmen zu viele Strafen. Eine davon konnte Zuchwil in der 34. Minute durch einen Ablenker Von Dachs zum Ausgleich nutzen. Die Teams gingen mit dem 1:1 in die zweite Pause.

Viele Strafen schadeten Zuchwil

Noch war alles möglich, Lyss brauchte die Zähler unbedingt. Die Gastgeber machten es den Seeländern für einmal einfach. Mit sehr vielen Strafen, darunter vier 10 Minuten gegen Reber, Malicek, Born und Von Dach, fiel Zuchwil in alte Muster zurück. Assistenzcoach Max Weibel war nach dem Match stinksauer: «Die Strafen waren einfach nur dumm.» Die Gäste liessen sich die Chance nicht entgehen und Inniger schoss in Überzahl seine Farben zum 1:2-Auswärtserfolg. «Das ist nicht egal, wir wollten gewinnen. Wir haben jetzt sehr lange an die Disziplin des Teams appelliert. Uns fehlte es heute grundlegend an der Einstellung», das die klaren Worte des Co-Trainers.

Das Gezeigte in diesem Jahr war gut und auch die Disziplin gegenüber der Qualifikation wurde stark verbessert. Der Fokus bis zu den am 20. Februar startenden Playoffs liege gemäss Weiber auf dem Powerplay: «Es ist ineffizient und zu wenig gefährlich. Jeder muss in Überzahl Akzente setzen können, wir haben fast keine Abschlüsse.»