Eishockey
Beim Eishockey ist es nicht ganz so wie beim Velofahren

Die beiden NLB-Vertreter Olten und Langenthal sind mit dem ersten offiziellen Eistraining in die Saison gestartet. Bei Langenthal sorgt Neo-Trainer Olivier Horak für neue Energie im Training. In Olten hingegen kämpft Justin Feser noch mit dem Jetlag.

Leroy Ryser und Michael Forster
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Olivier Horak, der neue Trainer des SC Langenthal, zeigte seinen Spielern von Beginn an, wie sie auf dem Eis zu arbeiten haben.

Olivier Horak, der neue Trainer des SC Langenthal, zeigte seinen Spielern von Beginn an, wie sie auf dem Eis zu arbeiten haben.

Leroy Ryser

Der NLB-Vertreter SC Langenthal ist mit dem ersten offiziellen Eistraining in die neue Saison gestartet. Unter den 26 Teilnehmenden waren am Montag viele neue Gesichter auszumachen, bis auf den verletzt abwesenden Marc Welti waren allesamt mit dabei. Los ging es für den SCL in der kühlen Burgdorfer Localnet Arena.

23 Feldspieler und 3 Torhüter schnürten ihre Schlittschuhe, darunter auch Stefan Schnyder, der seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert hat.

«Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Eis zu sein», meinte der Kanadier Brent Kelly, der in Kanada zwar vier Mal auf der glatten Unterlage stand, aber dort nicht wirklich ernsthaft Eishockey gespielt hat. «Daher ist es heute auch für mich ein bisschen speziell. Wie alle Jahre müssen wir erst die Übung auf dem Eis gewinnen.» So gesehen sei Schlittschuh fahren zwar wie Velo fahren, man verlerne es nie ganz, meinte Verteidiger Marc Schefer, «aber das Positionsspiel, und wie ich wann reagieren muss, das muss erst wieder trainiert werden.»

An der Bande stand der neue Trainer der Langenthaler Olivier Horak. Er brachte einige kleine Veränderungen an, band etwa die Verteidiger stärker in die Offensive ein, als es in der letzten Saison der Fall war. Mittendrin schrie Horak übers ganze Feld: «Ich will keinen Verteidiger mehr an der eigenen blauen Linie kleben sehen. Wir durchqueren das Feld schnell. Ab nach vorne mit euch.»

Entsprechend der neuen Spielweise wurde das Schwergewicht in den letzten Trainings auch auf die läuferische Arbeit gelegt, verrät Marc Schefer. Brent Kelly zeigte sich zufrieden mit dem Eistrainingsstart: «Es ist ein frischer Start mit neuer Energie und einigen guten Wechseln.» Trotz der zahlreichen neuen Gesichter blieb vieles beim Alten, auch die Stimmung scheint wie in den letzten Jahren immer gut zu sein. «Ich hoffe, man hat gesehen, dass die Spieler Spass hatten», liess sich der neue Chef Olivier Horak nach der ersten offiziellen Eiseinheit zitieren. So oder so werde man aktuell aber sehr hart arbeiten, verspricht der Trainer.

Bereits eine Woche Eiskontakt hinter sich hat Olten. Der offizielle Startschuss zum Eistraining war aber erst gestern. Bis auf Pascal Krebs und Shayne Wiebe war die Mannschaft komplett anwesend. Wiebe wird nächsten Montag in Olten erwartet, während Krebs gegen Ende des Trainings doch noch im Kleinholz auftauchte. Wann, und ob der Angreifer, der immer noch an den Folgen einer Hirnerschütterung leidet, überhaupt wieder aufs Eis zurückkehren wird, ist offen.

Ungewohnt früh begann das Eistraining für Justin Feser (21). Der neue EHCO-Kanadier reiste erst am Sonntag von seiner Heimat in die Schweiz und kämpft noch mit den acht Stunden Zeitverschiebung. Zu schaffen machte ihm auch die Feuchtigkeit. «Die ist zusammen mit den hohen Temperaturen schon sehr speziell», so Feser.

Goalie Thomas Bäumle stieg am Montag bereits in seine dritte Woche auf dem Eis, nachdem er vor dem freiwilligen «Mätschle» mit seinen Teamkollegen bereits eine Woche in Verbier verbracht hatte. Unter Anleitung von François Allaire, dem Goalietrainer der Colorado Avalanche, und mit dessen Goalie Semyon Varlamov oder auch Jonas Hiller genoss Bäumle das Camp: «Ich mache das jedes Jahr, es ist ein Angewöhnen ans Eis, auch ein Anpassen der neuen Ausrüstung, das tut mir richtig gut.»

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