Eishockey 1. Liga

Beim EHC Zuwil Regio muss noch mehr «Dampf» kommen

Kaj Leuenbeger konnte sich als Doppeltorschütze feiern lassen.

Kaj Leuenbeger konnte sich als Doppeltorschütze feiern lassen.

Dem EHC Zuchwil Regio steht ein spielfreies Weekend bevor. Zeit, sich Gedanken über die jüngste 3:6-Pleite gegen Lyss zu machen und sich vorzustellen, wie man solche Spiele künftig gewinnen kann.

«Wir wollten den Sieg einfach zu wenig konsequent», hält Manfred Reinhard, der Coach des EHC Zuchwil Regio, rückblickend auf das mit 3:6 verlorene Heimspiel gegen Lyss klar fest. So gehe das heutzutage nicht mehr. «Wir sind nicht mehr im Jahre 1985», stellt der ehemalige Bieler NLA-Verteidiger fest.

Aggressivität und Biss heissen die Zauberwörter. «Wer mehr Duelle gewinnt, wird auch mit mehr Punkten belohnt.» Diese Nachricht sei leider so noch nicht bei all seinen Spielern angekommen, so Reinhard. Am Können und an den Fähigkeiten liege es nämlich nicht. «Wir sind eine gute Truppe.»

Aber eben, Wille und Biss sprich ein innerlich, loderndes Feuer seinen matchentscheidend. «Mit ein bisschen lieb, lieb die Scheibe zu hin- und her zu ‹schüfele›, läuft heute gar nichts mehr.» Schon gar nicht in einer so ausgeglichenen Liga.

Blitzschnelle Führung

Dabei begann auch das zweite Heimspiel der Solothurner prima. Bereits nach 53 Sekunden sorgte Kay Leuenberger für das 1:0 der Hausherren. Im ersten Heimspiel verstrichen ganze elf Sekunden, bis es auf Seite von Gegner Unterseen zum ersten Mal klingelte. Dass sie nicht parat aus der Garderobe kommen würden, kann man den Zuchwilern also wahrhaftig nicht vorhalten.

Kann frelich so ein frühes Tor auch «schaden», weil es möglicherweise für einen Spannungsverlust sorgt, noch ehe diese Spannung richtig aufgebaut wurde? «Nein, das glaube ich nicht», sagt der 43-jährige Coach. Seine Equipe habe nach der schnellen Führung ja nicht abgebaut, sondern dem Gegner Paroli geboten. Was fehlte, waren die Tore.

Nachdem Lyss zwischenzeitlich 1:2 in Führung ging, war es erneut Leuenberger, der kurz vor Ende des zweiten Drittels zum 2:2 einschoss. Die Entscheidung fiel dann in der 42. und in der 45. Minute, als erst Oliver Beer in Überzahl und dann Matthias von Dach zum 2:3 respektive 2:4 erhöhten.

Just von Dach also, der die letzten neun Saison in Zuchwil spielte, war es, der den «Game-Winner» für sein neues Team Lyss markierte. Zu mehr als dem 3:4-Anschlusstreffer durch Rohrbach reichte es den Gastgebern nicht mehr. Innerhalb von 22 Sekunden waren es in der 59. Minute Bruno Blatter und Dominic Lüthi - auch Lüthi spielte zuletzt vier Jahre in Zuchwil - die den Endstand von 3:6 besiegelten.

Zuerst Basel, dann Adelboden

Die nächsten Partien stehen für die Solothurner am nächsten Dienstag in Basel und am Samstag in einer Woche zuhause gegen Adelboden an. Spätestens gegen die Kellerkinder aus dem Berner Oberland, die das Schlusslicht in der Tabelle bilden, sollten dann die nächsten Punkte für Zuchwil Regio folgen.

Doch warum nicht schon am Dienstag in Basel zuschlagen und wieder in die Spitzengruppe aufschliessen? Coach Reinahrd ortet bei seinen Mannen sowohl im Box- wie auch im Powerplay noch Luft nach oben. «Unser Spiel in Überzahl ist gut aber noch viel zu harmlos. Das Boxplay ist im Training besser als im Match.» Insofern liegen da für die Solothurner in den restlichen 26 Runden noch ein Menge Punkte bereit.

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