2. Liga inter
Beim Derby ist Subingens konzentrierter Einsatz gefragt

Subingen empfängt morgen Sonntag Langenthal zum Derby. Die Mannschaft will zeigen, dass sie das Zeug dazu hat, in der 2. Liga inter zu bestehen.

Hans Peter Schläfli
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Fabian Kummer fühlt sich nicht nur fürs Fussballtennis wieder topfit.

Fabian Kummer fühlt sich nicht nur fürs Fussballtennis wieder topfit.

Hans Peter Schläfli

«Die Moral stimmt», sagt Fabian Kummer vor dem Derby gegen Langenthal. «Der Sieg gegen Oerlikon-Polizei war sehr wichtig», so Subingens Nummer 7 zum Start in die Rückrunde der 2. Liga inter und er ergänzt: «Besonders, weil wir im Herbst das letzte Spiel nach einer 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben hatten.»

Mit dem Sieg wisse nun jeder, dass Subingen das Zeug dazu habe, in dieser schwierigen Liga zu bestehen. «Seit sechs Jahren hat es keine Solothurner Mannschaft mehr geschafft, sich in der 2. Liga inter zu halten. Es ist an der Zeit, dass wir der Region wieder einmal zeigen, dass es möglich ist.» Die grösste Schwierigkeit sei das Tempo. «In der Solothurner 2. Liga geht es schon bedeutend gemütlicher zu und her. Diese Umstellung ist für die Aufsteiger nicht einfach.»

Einsatz beim Schneeschaufeln

Zuletzt gab es aber mit dem 0:3 gegen Thalwil einen herben Rückschlag. «So schlecht, wie das Resultat aussieht, haben wir nicht gespielt», begann Subingens Trainer Patrik «Schüppi» Schüpbach im Dienstagstraining die Analyse. Der Gegner habe wegen seiner ausgezeichneten Chancenauswertung gewonnen. Doch auch Schüpbach wusste: «Langenthal ist eher noch stärker. Wir müssen konzentrierter spielen und dürfen uns in der Defensive keine Fehler erlauben.»

Sagte es und zog ein intensives Training durch. Aber auch der Spass darf nicht fehlen: Zum Abschluss gab es eine Runde Fussballtennis. «Schüppi setzt sich unglaublich für uns ein», sagt Fabian Kummer über seinen jungen Trainer. «Als es so viel Schnee hatte, schaufelte er alleine einen ganzen Platz frei, damit wir anständig trainieren konnten.»

Kummer wieder topfit

Vor einem Jahr ist Kummer wieder zu Subingen zurückgekehrt, nachdem er in Solothurn und Wangen Erfahrung in der 1. Liga gesammelt hat. «Ich studiere Sport in Magglingen, und da wäre es zeitlich nicht mehr möglich, den Aufwand der 1.Liga auf mich zu nehmen», erklärt der 24-Jährige sei-nen Wechsel. Die Wahl sei wegen alter Freundschaften auf Subingen gefallen. «Hier stimmt das Kollegiale, und das bedeutet mir viel», sagt Kummer.

Gespielt hat er bisher aber noch nicht so viel; er war im Herbst bis auf die letzten beiden Spiele verletzt, weil er sich bei einem Unfall eine Sehne im Fuss verschnitten hatte. «Jetzt bin ich wieder topfit», sagt der Verteidiger, der gerne im linken Korridor spielt.

Zurückhaltende Langenthaler

Und was meinen die Experten zum Derby? «Die Rankmätteler werden sich auf dem Weg zum Gruppensieg nicht mehr stoppen lassen», sagt Andy Egli, der einst als Retter vor dem Abstieg geholt wurde, auf der FCL-Homepage. Sein Tipp ist ein 4:1-Sieg für Langenthal. «Andy ist ein guter Kollege, und diese Prognose ist lieb gemeint», relativiert Langenthals Trainer Willy Neuenschwander. «Aber es kommen noch vier Mannschaften für den Aufstieg infrage, wir sind nur eine davon. Am Sonntag wollen wir natürlich gewinnen, aber das wird nicht einfach.»