FC Solothurn

Bei Zauggs Première büsst Solothurn in der Nachspielzeit zwei Punkte ein

Der FC Solothurn startet heute in die Rückrunde.

Der FC Solothurn startet heute in die Rückrunde.

Was für eine Dramatik: Der FC Solothurn trifft in der 86. Minute und dreht somit ein 0:1 in ein 2:1. Doch mit dem letzten Eckball gleichen die Hausherren nochmals aus und nehmen dem FC Solothurn so zwei bereits sicher geglaubte Punkte ab. Spiel verpasst? Das Spiel zum Nachlesen in unserem Liveticker.

Resultatmässig ist die Ernstkampf-Premiere Solothurns neuem Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg nur teilweise geglückt. In den Schlusssekunden der Nachspielzeit musste er zusehen, wie noch zwei Punkte verloren gingen.

Wie beim Führungstreffer durch den Ex-Solothurner Mertoglu (51.) profitierten die Zuger beim Ausgleich Manis (93.) durch einen stehenden Ball. Beim 1:0 bildete ein auf die rechte Seite verlagerter Freistoss Adekunles die Grundlage, beim 2:2 ein von rechts getretener Corner.

«Dieser kurze Eckball war nicht gut getreten, aber wir stellten uns auch nicht gut an», analysierte Zaugg. Bitter war bereits die Szene vor diesem Eckball. «Es darf gar nicht dazu kommen, wobei Hunziker noch weg gedrückt wurde», sah es Zaugg.

«Dies zeigt uns, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben», zog der Trainer-Routinier eine erste Erkenntnis. Wichtig für ihn und sein Team war bei dieser ersten Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen, dass «dieser erste Match nicht verloren ging». Zauggs Bestrebungen sind auf eine spielerisch überzeugende Mannschaft ausgerichtet.

Zuger wie Solothurner waren sich bewusst, dass es nicht einfach werden dürfte. «Dieses Startspiel war für beide wichtig, beide haben gewisse Ambitionen», erklärte Zaugg. Erschwerend hinzu kamen die prekären Terrainverhältnisse nach dem Wintereinbruch mit zusätzlichem Schneefall anfangs Woche in Zug.

Auf Grund der gezeigten Leistung geht dieses Unentschieden jedoch in Ordnung. Die erste Halbzeit gestalteten die Gäste etwas besser. Nach der Pause kehrte es. «Ich dachte, wer das erste Tor schiesst, wird gewinnen», sagte der neue FCS-Trainer. «Zum Glück bewahrheite sich dies nicht», fügte er an.

Der Doppelwechsel als kluger Schachzug

Seine Entscheidung in der 61. Minute gab zum zeitweiligen Umschwung den Ausschlag. Für die beiden Aussenläufer Kohler und Tan schickte er zeitgleich Csima und Osaj auf den Herti-Rasen. Den beiden Einwechselspielern gelang allerdings nur vorübergehend die Wende.

Im Nachgang zu einem Freistoss Nastoskis und etlicher Verwirrung im Zuger Strafraum, sah der frei stehende Ex-Grenchner Csima die Lücke beim rechten Pfosten. Der Ungare krönte seinen Einstand mit dem Ausgleich (74.). In der 86. Minute setzte sich Osaj auf der rechten Seite vehement durch und konnte Zug-Hüter Marinis aus dem Verkehr ziehen – 1:2-Führung.

Ebenso wenig wie die Besucher steckten die Zentralschweizer auf. Während im Hinspiel den Ambassadoren Sekunden vor dem Abpfiff der glückliche 3:2-Siegtreffer durch Osaj gelang, holten sich die Einheimischen ebenso glücklich kurz vor Spielende noch einen Punkt ab.

Zug 94 - Solothurn 2:2 (0:0)

Herti. – 285 Zu­schauer. – SR: Huber. – Tore: 51. Mertoglu 1:0, 74. Csima 1:1, 86. Osaj, 93. Mani 2:2.

Zug 94: Marinis; Ilic, Magnum, Martino, Adekunle; Peter (87. Mehidic); Burkard (75. Feuchter), Mani, Mertoglu; Palatucci (46. Bulut), Sulejmani.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Hunziker, Nastoski (82. Selmanaj); Kohler (61. Osaj), Stauffer, Tan (61. Csima); Zayas.

Bemerkungen: Zug 94 ohne Saliji, Riedweg, Jankovic, Reci und Roth (alle abwesend). So­lo­thurn ohne Fleury, Büchli, Duah (alle verletzt), Rihs und Kopp (beide Junioren). – 45. Palatucci mit Knieverletzung ins Spital eingeliefert. – Ver­war­nun­gen: 15. Hasanovic, 19. Peter, 80. Bulut, 88. Waylon Grosjean (alle Foul) und 91. Mertoglu (Reklamieren).

Ticker Zug 94 - FC Solothurn

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