Eishockey

Bei Leader SC Langenthal kehrt der Torriecher zurück

Langenthal geht als Leader in die Nationalmannschafts-Pause. Beim 4:1-Sieg gegen den EHC Visp konnten die Oberaargauer ihr Chancenplus nutzen. Erstmals seit längerem erzielten sie wieder mehr als drei Treffer.

In den letzten Runden war der SC Langenthal oft drückend überlegen, doch die Tore fielen nicht. «Wir spielen Einbahnhockey und holen nur einen Punkt», bedauerte SCL-Trainer Olivier Horak beispielsweise nach dem vorletzten Spieltag beim HC Thurgau. Gestern nun war alles anders. Nicht nur schoss sich das Team den Frust vom Leib, sondern das vierte Tor fiel, ohne dass der Puck dafür die Linie hätte überqueren müssen.

Foul in der letzten Spielminute gleich Tor

Ausgangspunkt der eigentümlichen Szene war ein Visper. Kurz vor Schluss bäumten sich die Oberwalliser nach Kräften gegen die sich abzeichnende Niederlage auf. Mit einem sechsten Feldspieler anstelle von Goalie Martin Zerzuben strebte die Mannschaft den Anschlusstreffer an. Ex-Stanley-Cup-Sieger Alexei Kovalew setzte sich trickreich gegen einen ersten Langenthaler durch und schoss. Doch SCL-Torhüter Marc Eichmann lenkte den Schuss ab, von der Bande aus sprang das Geschoss zu -Captain Stefan Tschannen, der unverzüglich in Richtung des verlassenen Gehäuses eilte. Doch er wurde von einem Visper zu Fall gebracht, die Scheibe rutschte neben dem Tor durch. Da dieses Foul in den Schlusssekunden geschah, entschied der Schiedsrichter gemäss Reglement auf Treffer.

Weniger als zwei Gegentore im Schnitt

Begonnen hatte das Duell mit einem frühen Rückstand für den SC Langenthal. Unbeirrt aber erkämpfte sich das Team ein Chancenplus, welches in den späteren Sieg mündete. Visp-Trainer Kim Collins: «Wir hatten Glück, dass es nach zwei Dritteln noch 1:1 stand.» Da die Oberaargauer keinen weiteren Gegentreffer zuliessen, bleibt es beim sehr guten Gegentoreschnitt von 1,875 pro Spiel. Trotzdem leistete Visp erheblich Gegenwehr. Unter dem neuen Trainer Kim Collins ist das Team erstarkt. Visp-Star Kovalew: «Wir spielen mittlerweile besser als Team, es ist ein langer Prozess. Aber wir kommen dem, was wir wollen, immer näher.»

Zur Nati-Pause behauptet sich der SCL also an der Tabellenspitze. Doch Trainer Olivier Horak drückt auf die Euphorie-Bremse: «Jeder will gegen uns gewinnen.»

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