Orientierungslauf
Bei der «Tour de Soleure» durch Solothurn und Olten sprinten

Zwei Solothurner OL-Vereine rufen einen zweitägigen Sprint-Cup ins Leben – ein Schweizer Pilotprojekt. Der Startschuss fällt Samstag.

Yann Schlegel
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Am Samstag startet ein Pilotprojek zweier Solothurner OL-Vereine. (Symbolbild)

Am Samstag startet ein Pilotprojek zweier Solothurner OL-Vereine. (Symbolbild)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Derweil in Tschechien die OL-Europameisterschaften ausgetragen werden, laufen in Olten und Solothurn die Vorbereitungen für ein Pilotprojekt der Vereine OLG Biberist und OL Regio Olten, das den Namen «Tour de Soleure» trägt.

Es entsprang einer Idee, die zunächst den Arbeitstitel «Jurasüdfuss Sprintcup» trug und vor einem Jahr vom Oltner Philipp von Arx skizziert wurde. «Mir schwebte die Durchführung eines eintägigen Sprint-Cups in Olten vor», erzählt der einstige Sprint-Bronzemedaillengewinner bei den Junioren von den Ursprüngen.

Nachdem die OLG Biberist in der Person von Martin Gygax ihr Interesse kundtat und eine Beteiligung in Aussicht stellte, wuchs das gemeinsame «Tour de Soleure»-Projekt heran. Die neu geschaffene Sprint-Trilogie kommt somit am bevorstehenden Wochenende unter dem Motto «3 Sprints – 2 Städte – 1-malig!» zur Feuertaufe.

Nicht nur der Name deutet auf eine Anlehnung an die grossen Radrundfahrten hin, sondern auch das Konzept. Dieses sieht nebst einer Gesamtwertung auch Spezialwertungen für Sprint- und Bergpreiskönige und -königinnen vor, was mittels «Leadertrikots» visuell gewürdigt wird. «Ähnlichen Spezialwertungen bin ich im Orientierungslauf bereits in Norwegen begegnet», spricht von Arx nicht von einer Neuerfindung, aber einem Novum in der Schweizer OL-Szene. Auch weil Wald-Wettkämpfe während der Brut- und Setzzeit untersagt sind, hat der Orientierungslauf das städtische Umfeld als Arena neu für sich entdeckt.

Für Kader-Athleten attraktiv

Eröffnet wird die «Tour de Soleure» mit einem Altstadt-Sprint in Solothurn, der zudem von Swiss Orienteering als Selektionslauf für die Junioren-WM im Engadin und die Jugend-EM in Polen genutzt wird. Wenige Stunden später wird am Samstagabend auf dem komplexen Areal der Oltner Kantonsschule ein Nachtsprint ausgetragen. «Nacht-OL Sprints sind rar und an der Kanti wird es bestimmt besonders speziell», freut sich Bahnleger Philipp von Arx auf ein Terrain, das er aus seiner Schulzeit bestens kennt.

Abgeschlossen wird die Cup-Trilogie tags darauf im Oltner Säliquartier. Von Arx ist überzeugt, mit den Geländetypen eine gute Mischung gefunden zu haben. Nachdem im Frühjahr auf nationaler Ebene keine Wettbewerbe in urbanem Gelände stattfanden, will die Tour de Soleure überregional als Vorbereitungsanlass für die zwei Nationalen Stadt-Sprints und die Sprint-SM der Herbstsaison fungieren.

Von Arx hofft zudem, dass einige Elite-Kaderathleten den Weg in den Kanton Solothurn auf sich nehmen. Insbesondere bei der Premiere wollen die Initiatoren mit einer einfachen Organisation den Aufwand in Grenzen halten, aber dennoch qualitativ hochstehende Läufe anbieten. «Bei erfolgreicher Premiere könnten wir uns vorstellen das Sprinttour-Projekt weiterzuverfolgen», lässt von Arx die Zukunft offen.

Weitere Infos unter www.olgbiberistso.ch und tds.olregioolten.ch