Eishockey
Beflügelt von der Liebe: Warum EHCO-Stürmer Justin Feser plötzlich wieder Tore schiesst

Justin Feser konnte sich gestern Freitag beim souveränen 4:2-Sieg gegen die GCK Lions als Teamplayer und Doppeltorschütze feiern lassen. Auch im Privaten schwebt er im Hoch: Seit Mittwoch ist der umstrittene EHCO-Ausländer verlobt.

Silvan Hartmann
Merken
Drucken
Teilen
EHCO-Stürmer Justin Feser ist verlobt.

EHCO-Stürmer Justin Feser ist verlobt.

hra/instagram

4 Tore, 4 Assists aus den letzten 5 Partien: Justin Feser, umstrittener EHCO-Ausländer, blüht nach einem persönlich durchzogenen Saisonstart plötzlich auf.

Einer der möglichen Gründe für sein persönliches Hoch gibt er gleich selber auf Instagram preis: „Das schönste Gefühl – sie hat Ja gesagt“, schreibt er zu einem Bild, das Feser lächelnd mit seiner Freundin Megan zeigt.

„Wir waren am vergangenen Mittwoch in Luzern, eine Stadt, die mir sehr gefällt. Ich dachte, dass es dort bestimmt einen Weihnachtsmarkt haben muss, doch dem war nicht so. Wir gingen dann schön dinieren. Danach habe ich sie gefragt“, verrät Justin Feser und ergänzt: „Sie war sehr überrascht, aber überglücklich.“

Hat er deshalb am Freitag gegen die GCK Lions so gross aufgespielt? Feser hatte plötzlich viel Einfluss auf das Oltner Team, kämpfte im Stile eines Teamplayers, tanzte sogar hin und wieder mit feiner Stocktechnik seine Gegner aus.

„Vielleicht hat es mir das nötige Glück gegeben“, sagt der Doppeltorschütze schulterzuckend, auf die Frage, ob er wegen, „beim ersten Treffer wurde ich herrlich von Curtis Gedig angespielt, beim zweiten Tor hatte ich Glück, dass die Scheibe ideal von der Bande auf meinen Stock zurückprallte.“

Dass er seinen Landsmann Curtis Gedig unlängst als Topskorer des Teams abgelöst hat, will Justin Feser nicht überbewerten. „Ich empfinde den gelben Helm nicht als etwas Spezielles. Es macht dich deshalb nicht zu einem besseren Spieler“, sagt er und rückt zugleich das Team in den Vordergrund: „Alle im Team helfen mir, meinen Job zu erfüllen. Dieses Mal war ich es, der getroffen hat und den gelben Helm tragen durfte, in den nächsten Spielen vielleicht wieder jemand anderes“, so Feser.

Der nächste Underdog

Morgen Sonntag folgt mit dem Auswärtsspiel gegen Hockey Thurgau der dritte Härtetest in dieser Woche. Beide Direktduelle konnte sich der EHCO in dieser Saison für sich entscheiden, wobei das Team von Maurizio Mansi beim 4:3-Auswärtssieg Ende Oktober viel Moral beweisen musste und einen 0:3-Rückstand noch wettmachte.