Am Dienstagabend waren die Solothurner im Meisterschafts-Rückspiel gegen denselben Gegner so richtig geladen. Es wurde um jeden Ball gekämpft, und wegen der erhöhten Aggressivität – die aber immer im Rahmen blieb – entwickelte sich eine ganz andere Partie. Die vielen kleinen Fouls auf beiden Seiten führten zu einem langen Match mit vielen Unterbrüchen und Freiwürfen.

Das bekam zum Beispiel dem Bieler Dribbelkünstler André Paca gar nicht. In den ersten Minuten brachte er zwar sein Team noch mit ein paar seiner gefürchteten Tempovorstössen in Führung, doch dann konnte er sich immer weniger durchsetzen und Solothurn übernahm die Kontrolle.

Wende geland

Mitte des zweiten Viertels zeigten die Solothurner ihre beste Phase. Mit konzentrierter Defensivarbeit fingen sie immer wieder Pässe der Bieler ab. Vom 21:26-Rückstand gelang die Wende zur 44:28-Führung. Die Gäste wussten in diesen Minuten manchmal gar nicht mehr, wie ihnen geschah. Mit 56:41 ging es in die Halbzeitpause.

«Der Match ist noch nicht gewonnen», warnte BCS-Präsident Valentin Oetterli, «so ein Vorsprung kann gefährlich sein, wenn man sich zu sicher fühlt.» Die Mannschaft schien seine Worte gehört zu haben: Mit drei Dreiern zum 67:43 knöpften die Solothurner dem Gegner gleich nach Wiederbeginn den Mumm ab. Spielmacher Nicolas Kofmel organisierte die Angriffe souverän aus dem Hintergrund, und immer, wenn es so schien, als ob Biel zu einer Aufholjagd ansetzen könnte, setzte er der aufkeimenden Hoffnung des Gegners mit einem sicheren Wurf ein Ende. 33 Punkte konnte Kofmel am Ende für sich buchen und Solothurn gewann souverän mit 105:82.

Neues Ziel: Playoff-Heimrecht

«Das war ein wichtiger Sieg, weil wir mit Biel einen direkten Konkurrenten um den Einzug in die Finalrunde zurückbinden konnten», kommentierte Nicolas Kofmel seinen starken Match. «Wir sind mit dem zweiten Zwischenrang sehr zufrieden, so gut lief es uns seit dem Aufstieg in die 1. Liga noch nie. Das Ziel ist es nun, in den Finalspielen möglichst gut abzuschneiden, um in den Playoffs Heimrecht zu erhalten.»