Kantonalturnfest
Bauchef Hans Stuber: «Der Bau ist immer herausfordernd»

Bereits zum dritten Mal koordiniert Hans Stuber heuer den Aufbau eines Kantonalturnfests. Laut Antje Lässer, der Präsidentin des Solothurner Turnverbandes, ist er prädestiniert für den Posten des Bauherrn.

Raphael Wermelinger
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Zwei Tage vor dem STart des Turnfestes noch die einzigen «Gäste» im Festzelt: Antje Lässer, Präsdentin des SOTV und Bauchef Hans Stuber.

Zwei Tage vor dem STart des Turnfestes noch die einzigen «Gäste» im Festzelt: Antje Lässer, Präsdentin des SOTV und Bauchef Hans Stuber.

Hansruedi Aeschbacher

«Wir befinden uns im Finish», beantwortet Hans Stuber, der Verantwortliche für die Infrastruktur, die Frage nach dem momentanen Stand der Aufstellungsarbeiten. Man sei in Balsthal «ziemlich bereit» für den morgigen Start des Kantonalturnfests. Laut Stuber geht es nur noch darum, Kleinarbeiten zu verrichten: «Kleine Verbesserungen werden noch gemacht und diverse Sonderwünsche erfüllt.» Trotz der Regenfälle in den letzten Tagen habe man sogar einen Tag Vorsprung auf den Zeitplan. Nach dem Spatenstich vom 4. Juni sorgten während der letzten zwei Wochen 45 Männer vom Zivilschutz und rund einhundert weitere freiwillige Helfer für den Aufbau.

«Das Fest der kurzen Wege»

Mit der Planung des Festes begann man bereits vor rund zwei Jahren. An der Gründungssitzung wurde eine Trägerschaft eingesetzt, welche für die Organisation der Infrastruktur verantwortlich ist. «Begonnen haben wir mit der Reservation der Rasenflächen und Sportanlagen», gibt Stuber Auskunft über die ersten Schritte. Zuerst wurden die Bauern angefragt, da diese aufgrund des Verschleisses die Fruchtfolge der Felder ändern mussten. Zudem war beispielsweise auch vom Fussballverein von Balsthal und vom örtlichen Tennisklub ein Einverständnis nötig, dass diese ihre Anlagen für diese zwei Wochen abtreten. Auf dem Fussballfeld findet die Schlussveranstaltung mit dem Fahnenlauf statt, das grosse Highlight der Veranstaltung, und in der Tennishalle wurde gestern Abend innert zwei Stunden ein kompletter Holzboden verlegt - ab morgen wird hier das Indiaca-Turnier stattfinden.

«Dieses Jahr wird es das Fest der kurzen Wege», hebt Stuber den Vorteil hervor, dass alle Wettkampf- und Verpflegungsorte sowie Partystätten sehr nahe beieinander liegen. Laut Antje Lässer, der Präsidentin des Solothurner Turnverbandes, ist Hans Stuber prädestiniert für den Posten des Bauherrn. «Aufgrund seiner Arbeit bei einem Planungsbüro passt diese Besetzung ideal.» Bereits 1989 leistete Stuber erstmals Hilfe bei der Organisation des Kantonalturnfests in Egerkingen. «Damals waren wir noch Novizen», erinnert er sich zurück. Weitere Erfahrungen konnte Stuber, der laut eigenen Angaben nicht aus der Welt der Turner stammt, vor siebzehn Jahren sammeln, als letztmals ein kantonales Turnfest im Thal stattfand.

«Mittlerweile braucht es immer mehr Anlagen - wie zum Beispiel die Tennishalle in diesem Jahr», gibt Stuber Antwort auf die Frage nach den Veränderungen. Die Ansprüche der Turner und des Veranstalters seien in den vergangenen Jahren auch einfach stark gestiegen. Dies hat zur Folge, dass heuer hinter dem grossen Festzelt mit Platz für über 3000 Leute erstmals zwei Trafos eingesetzt werden, um die Stromversorgung zu gewährleisten. Zu grossen Schwierigkeiten sei es während der Aufbauphase noch nicht gekommen. «Der Bau ist immer herausfordernd», lacht Stuber, «aber wir hatten viel Zeit, um uns auf die Gegebenheiten vorzubereiten und richtig zu planen.»

Noch Helfer gesucht

So sieht denn auch Antje Lässer die grössten Probleme nicht beim Aufbau, sondern bei der Rekrutierung des Personals: «Da wir dieses Jahr die Festwirtschaft selber übernehmen, brauchen wir viele freiwillige Helfer.» Diese richtig einzuplanen und deren Einsätze zu koordinieren, sei momentan immer noch die grösste Herausforderung. Lässer und Stuber sind sich einig, dass das Fest ohne Zwischenfälle ablaufen wird. Die Präsidentin des SOTV hebt die gute Zusammenarbeit dem OK hervor: «Der Umgang war sehr kameradschaftlich. Die verschiedensten Charaktere haben an einem Strick gezogen.» Sie wisse gar nicht, was sie ab dem 24. Juni machen werde. An diesem Tag geht das Turnfest nämlich zu Ende. Reibungslos, wenn es nach den beiden Verantwortlichen geht. Beide hoffen nun natürlich noch auf schöneres Wetter in den nächsten Tagen. «Das zieht mehr Leute an und der Landschaden wäre nicht so gross», nennt Stuber Gründe für seine Hoffnungen. «Aber unsere Infrastruktur ist im Allgemeinen sehr wetterfest. Man wird nicht dreckig hier.»