Der SC Langenthal ist neu Meister im Aufholen. In der vergangenen Runde gegen den HC La Chaux-de-Fonds glich der SCL wenige Minuten vor Schluss zum 4:4 aus. Nie lag das Team in Führung. Gestern nun gegen den EHC Basel lag die Mannschaft ebenfalls stets zurück. 0:1, 1:2 und dann 2:4. Doch zur Mitte des Schlussdrittels gelang der Ausgleich. In den letzten 120 Minuten hat das Team von Olivier Horak somit 8-Minustore aufgeholt – die beiden Spiele aber zusammengezählt trotzdem letztlich mit 8:11 Toren verloren.

Basels eindrückliche Bilanz

Unterschätzt hatten die Langenthal Basel kaum. Bereits am Nachmittag betonte SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf nach dem missglückten La Chaux-de-Fonds-Spiel (Niederlage in der Verlängerung): «Wir haben etwas gut zu machen.» Zudem verwies Kämpf auf die zuletzt starke Bilanz der Nordschweizer. Die Sharks holten aus den vorangegangenen fünf Spielen zwölf Punkte (im Schnitt 2,4 Punkte pro Spiel) und nach dem gestrigen Spiel fünfzehn Punkte aus sechs Spielen (2,5 Punkte).

Beim EHC Basel machte Langenthal im ersten Drittel vieles richtig, einzig bei der Chancenauswertung happerte es. Etliche vorzügliche Möglichkeiten verstrichen ungenutzt. Dafür ging das Heimteam mit einem zügigen Gegenstoss von Kyle Greentree in Führung.

Der SCL kassiert zu viele Treffer

Im Laufe des Spieles bauten beide Clubs gleichermassen Druckperioden auf. Verglichen mit den beiden ersten Duellen zwischen den beiden Teams zeigt der EHC Basel eine deutlich bessere Form. Die letzten Spiele verlor der SCL aber weniger wegen dem Verpassen von Möglichkeiten – auch wenn mit der Auswertung «gehadert» werden darf –, sondern weil zu viele Tore eingesteckt wurden. SCL-Stürmer Daniel Carbis: «Wir spielten zu wenig schnell hinten raus. Wir Stürmer boten uns zu wenig gut an. Auch ging die Scheibe in der neutralen Zone zu oft verloren.» Auch wenn man gut angefangen habe, sei einiges falsch gelaufen, bilanziert SCL-Verteidiger Marc Schefer: «Die Basler spielten gut hinten raus. Wir kamen heute auch oft einen Schritt zu spät und waren zu wenig nahe am Mann.»

Nun sind die Basel Sharks das Team der Stunde, während Langenthal fünf seiner sechs letzten Auswärtsspiele verloren hat und nun morgen Samstag die Auswärtsbilanz gegen Martigny unbedingt verbessern will.