Mit Freude, viel Respekt und mächtig Bammel sehe man der Partie gegen das Profiteam entgegen, betont BCS-Captain Kathy Peter.

Der Cup-Wettbewerb sorgt in den Teamsportarten dafür, dass es zu Begegnungen von Amateur- und Profiteams kommt. In der Regel zur Freude der Amateure, die bei solchen Gelegenheiten vor grosser Kulisse spielen und ihr Vereinsbudget aufbessern können. Es sei denn, es handle sich um eine Sportart und einen Klub, der kaum Beachtung geniesst. Was übrig bleibt, ist eine gehörige Portion Bammel vor einem übermächtigen Gegner und einer gehörigen Blamage.

Genauso präsentiert sich die Ausgangslage für die Zweitliga-Basketballerinnen des BC Solothurn, denen das Cup-Los im Sechzehntelfinal mit den LU-Town Highflyers ein NLA-Team beschert hat. «Für uns ist das zweifellos ein einmaliges Erlebnis», macht Kathy Peter klar, dass diese Partie für die erst vor zwei Jahren gegründete Solothurner Equipe den sportlichen Höhepunkt darstellt.

Spiel stösst auf wenig Resonanz

Damit sind die positiven Vorzeichen aber bereits aufgezählt. Auf eine grosse Kulisse und eine volle Kasse kann der BC Solothurn nämlich nicht hoffen. «Basketball ist in der Deutschschweiz überhaupt nicht populär», stellt Peter ernüchternd fest. Deshalb stosse die Partie gegen das NLA-Team auch nicht auf grosse Resonanz. Viel schlimmer ist für die 24-jährige Dekorationsgestalterin jedoch die Tatsache, dass sich die fehlende Popularität ihrer Sportart negativ auf die Rekrutierung neuer Spielerinnen auswirkt. So verfüge man seit der Gründung über ein schmales Kader.

Immerhin gelang es, mit Elodie Schreck eine erfahrene Spielerin (von Biel) nach Solothurn zu lotsen. Mit zwei weiteren Spielerinnen sei man zudem in Kontakt, erwähnt Trainer Nicolas Kofmel. Denn in der Meisterschaft haben die Solothurnerinnen Grosses vor: Der Aufstieg in die 1. Liga wird angestrebt. Die Qualität im Team würde dies ermöglichen, dafür müsse aber auch die Quantität stimmen.

Unsicher und überfordert

Deshalb sei es das Ziel, sich bereits in der Cup-Begegnung gegen die Luzernerinnen gut präsentieren zu können, sind sich Peter und Kofmel einig. «Wir sind uns aber bewusst, dass wir da wohl unter die Räder kommen werden», macht sich der 28-jährige Teamchef nichts vor. «Deshalb ist es wichtig, dass wir mental gefestigt in diese Partie steigen, denn unser Ziel muss es sein, uns einigermassen über Wasser zu halten und uns nicht gehen zu lassen, auch wenn der Rückstand beträchtlich ist», gibt Peter zu verstehen, dass sich nicht alle Spielerinnen vor dieser Begegnung wohl fühlen. Einige seien unsicher und mit dieser Konstellation etwas überfordert, gesteht die Spielführerin. «Jeder Punkt, den wir verhindern können, ist bereits ein Erfolg für uns.» (war)