1. Liga

Auswärtsspiel in Baden: Eine Wegweisende Partie für den FC Solothurn

Marco Mathys legt beim 7:2-Kantersieg gegen den FC Schötz für Angreifer Loris Vernocchi auf.

Marco Mathys will mit dem FC Solothurn in den verbleibenden vier Spielen den Anschluss an die 1.-Liga-Spitze halten. Am Samstagnachmittag trifft der FCS auf den direkten Konkurrenten FC Baden (Anpiff: 16.00 Uhr). Mit einem Sieg würden die Solothurner die Aargauer in der Tabelle überholen und damit den Anschluss an die Spitze halten.

Das Trio Marco Mathys, Sacha Stauffer und Alban Selmanaj stand beim FC Solothurn in den ersten zehn Runden über die volle Spielzeit im Einsatz. Eine tragende Rolle beim sich im Umbruch befindenden FCS ist dem früheren St.-Gallen- und Vaduz-Profi Mathys zugedacht. 

«Diese Umstellung war nicht so riesig; ich stelle an mich selbst den Anspruch, viel Einfluss zu nehmen. Für mich ist klar, dass ich ein, zwei Ligen tiefer noch mehr Verantwortung übernehmen muss», ist sich der 32-Jährige die Erwartungshaltung an ihn bewusst.

«Es macht Spass, jetzt nach dem klaren Sieg gegen Schötz noch mehr, denn wir haben eine gute Mannschaft mit guter Moral und ich habe schon am Anfang gemerkt, dass viel Potenzial vorhanden ist», fährt der gebürtige Derendinger fort. «Die Wiedergutmachung nach dem 0:4 bei GC II haben wir gewollt, und es ist uns mit dem 7:2 gelungen, weil wir uns wieder auf unsere Stärken besonnen haben», so Mathys weiter.

Im letzten Spiel erstmals als Zehner eingesetzt

Für ihn war nicht die Rückkehr zur Vierer-Abwehrkette mit einem Vierer-Mittelfeld und einer Doppelspitze der Hauptfaktor für die positive Reaktion. «Wir dürfen uns nicht zu stark auf das System fixieren, es hat alles sehr gut zusammengepasst, die ganze Mannschaftsleistung war besser», erzählt der BWL-Student weiter.

Erstmals überhaupt im Solothurner Dress wurde Mathys gegen Schötz seine Lieblingsposition, die zentrale Nummer 10 im offensiven Mittelfeld, übertragen. «Diese Position habe ich in meiner bisherigen Karriere am längsten gespielt», sagt der Wasserämter.

Nach dem frühen Gegentor beim GC-Nachwuchs bemängelt Mathys, dass die Solothurner nicht gut ins Spiel gekommen seien, sich nie gefunden und viele Bälle verloren hätten. «Wenn man sie so spielen lässt, kommen sie richtiggehend in einen Spielrausch, und das haben wir zugelassen», stellt er weiter fest.

Umso wichtiger war die gelungene Antwort vor dem eigenen Anhang: «Wir konnten das Kombinationsspiel einfliessen lassen, und auch die Kampfbereitschaft gehört dazu.» Für ihn war nach dem frühen 1:0 wichtig, mit zwei weiteren Toren noch vor der Pause nachzulegen. «Dies gab ihnen einen Knacks, auch wenn sie bis zum Ende nicht aufsteckten», hält Mathys fest.

Punkten und in der zweiten Saisonhälfte angreifen

Im Gastspiel in Baden geht es für den FCS um den Anschluss an die Spitze. Die Ostaargauer liegen zwei Punkte und zwei Ränge vor den Solothurnern auf dem vierten Platz: «Das gibt ein gutes Spiel, wir freuen uns darauf; es wird wegweisend sein für die Rückrunde.»

Die Liga sei mit Biel, Baden und Wohlen ausgeglichener geworden. Im Moment könne jeder jeden schlagen, so Mathys. Nach der letzten Runde sind die Teams sogar noch näher zusammengerückt. «Wir wollen den Anschluss nicht verpassen, schauen nicht nach hinten», blickt er «nicht gross auf die Tabelle». Das Ziel laute, heute in Baden und danach auch gegen Muttenz, in Langenthal und zuletzt gegen Goldau möglichst viele Punkte zu holen.

«Dann können wir in der Rückrunde angreifen», betont Mathys. Das knappe Kader ist für ihn kein Faktor, «wir müssen mit diesem auskommen». Positiv sei, dass sich die jungen Mitspieler bis jetzt gut in Szene gesetzt haben.

«Wir befinden uns auf einem guten Weg», sagt Mathys. An einer Schwäche gilt es allerdings zu arbeiten: «Der unbedingte Wille, Tore bei stehenden Bällen zu vermeiden, fehlt uns noch.» Auch wenn es nicht nur für Mathys eine Floskel ist, sagt er, «ich gehe immer in jedes Spiel, um zu gewinnen». Baden ist gewarnt vor einem hungrigen FC Solothurn mit seinem Aargauer Trainer Jürg Widmer, der nicht ohne Punkte das Stadion Esp verlassen will.

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