EHC Olten Playoffs
Auftrag erfüllt - der nächste folgt: Der EHC Olten schlägt Rapperswil-Jona 3:0

Der EHC Olten schlägt ein verunsichertes Rapperswil-Jona Lakers 3:0 und zieht damit ein erstes Mal den Kopf aus der Schlinge. Die Dreitannenstädter verkürzen die Serie auf 1:3. Am Sonntag folgt Spiel 5 in Rapperswil-Jona.

Silvan Hartmann
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Die Oltner Fans markierten mit einer Choreo vor Spielbeginn ihre Präsenz.
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Wie nicht anders zu erwarten war ist ein Kampf mit Haken und Ösen.
EHC Olten - Rapperswil-Jona Lakers, 24.02.2017
Penaltyschütze Stefan Mäder findet zwischen dem Schoner von Nyffeler und dem Torpfosten die Lücke.
Der Gästesektor erscheint heute gut gefüllt. Zahlreich sind die Rappi-Anhänger ins Kleinholz gepilgert.

Die Oltner Fans markierten mit einer Choreo vor Spielbeginn ihre Präsenz.

Joerg Oegerli/TopPictures

«Kämpfe und siege» forderten die EHCO-Fans in einer Choreo vor dem Spiel. Und die Spieler kamen dem Wunsch nach und erfüllten den Auftrag souverän: Mit einem 3:0-Heimsieg verhinderten die Oltner ein verfrühtes Saisonende und reisen am Sonntag an das Auswärtsspiel nach Rapperswil-Jona.

195 – es ist mehr als bloss eine Zahl: So viele Minuten verstrichen insgesamt, bis der EHC Olten in der Serie gegen die Rapperswil-Jona Lakers zum ersten Mal in einem Spiel in Führung lag. Nach 15 Minuten des vierten Spiels schoss Stefan Mäder die Grünweissen in Front. Cyrill Aeschlimann hatte in der neutralen Zone in Unterzahl spielend die Scheibe erobert und damit den Treffer eingeleitet.

Wie wichtig dieser Führungstreffer für den EHCO war, zeigte der erlösende Jubel des Torschützen, als würde er damit den 4708 Zuschauern sagen wollen: «Endlich!» Es war der längst überfällige Führungstreffer der Oltner: Philipp Wüst, Remo Hirt und Joel Fröhlicher, der gestern als B-Lizenzspieler zum ersten EHCO-Einsatz kam und überaus solide spielte, hatten zuvor hochkarätige Chancen vergeben.

Auch in der Folge waren die Oltner am gestrigen Abend einen Schritt schneller, bissiger, entschlossener und frischer im Kopf. Besonders die Sturmlinie um Philipp Wüst, Jiri Polansky und Marco Truttmann spielten die unsichere Rapperswiler Verteidigung in jedem ihrer Einsätze schwindlig, wobei jedoch vor allem Wüst in den Abschlüssen glücklos blieb.

Besser machte es die erwähnte Sturmlinie in der 23. Minute, als Jiri Polansky auf einen Abpraller am schnellsten reagierte und die Scheibe über den Beinschoner von Melvin Nyffeler zum 2:0 lupfte.

Dominic Nyffelers Topparaden

Und dennoch war die Zweitoreführung keineswegs selbstverständlich: Es brauchte nicht zuletzt Topparaden von EHCO-Torhüter Dominic Nyffeler, der sich für seine starke Leistung mit einem Shutout belohnte: «Ich fand gut ins Spiel und konnte schliesslich auch auf die Unterstützung der Vorderleute zählen. Es war eines dieser typischen Spiele, in denen man funktioniert, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht», bilanzierte er.

Nyffeler hatte persönlich keinen einfachen Start in die Playoffs, hatte nach einem überzeugenden Schlussspurt in der Qualifikation in Spiel eins sechs Tore hinnehmen müssen.

«Es war schwierig», sagte Nyffeler lakonisch. Nun sei er glücklich, durfte er nach einem doch überraschenden Wechsel zu Matthias Mischler wieder auf das Vertrauen von Bengt-Ake Gustafsson zählen und ist der Meinung: «Wir haben in der Qualifikation stets rotiert. Warum sollen wir das auch in den Playoffs nicht tun?»

Ob er nach dem Shutout am kommenden Sonntag zum Einsatz kommt, wisse er noch nicht: «Ich hoffe es schwer, vor allem habe ich in Rapperswil noch eine Rechnung offen.»

Zufrieden war Trainer Gustafsson nach dem Spiel nicht nur mit seinem Torhüter: «Wir spielten einfacher, gradliniger mit Zug aufs Tor, und wir sind so viel gelaufen wie noch nie in diesen Playoffs. Endlich wurden wir für unseren Einsatz und die gute Einstellung belohnt», sagt es, schmunzelt und fügt an: «Und eine solche Leistung ist auch auswärts möglich.»

Die Highlights des Spiels im Video:

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker von Tobias Schalk:

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