Unihockey-Playoffs

Auftakt in die entscheidende Saisonphase gelungen: Titelverteidiger Wiler-Ersigen untermauert seine Favoritenrolle

Die zweite Linie mit Rentsch/Känzig und Co. produzierte in beiden Partien.

Die zweite Linie mit Rentsch/Känzig und Co. produzierte in beiden Partien.

Favorit Wiler-Ersigen führt nach dem ersten Playoff-Wochenende standesgemäss mit 2:0-Siegen in der Serie «Best of 7» gegen Chur Unihockey. In beiden Partien genügte dem Titelverteidiger ein einziges überragendes Drittel, um die Differenz herbei zu führen und beide Male ein «Stängeli» zu erzielen.

Gleich mit 7:0 entschied der Meister das Schlussdrittel in der Samstagspartie in Kirchberg und konnte damit die Auftaktpartie doch noch deutlich mit 10:3 gewinnen. Nachdem es lange nach einer möglichen Überraschung ausgesehen hatte, konnte der Achte der Qualifikation doch dreimal auf einen Führungstreffer des SVWE antworten und mit einem unerwarteten 3:3 in die zweite Drittelspause gehen.

Das Heimteam wurde wohl etwas überrascht von der mutigen und aggressiven Spielweise der Bündner. Im Schlussabschnitt schaltete der Meister aber in den Playoff-Modus und zog innerhalb von nur fünf Minuten auf 7:3 davon. Der vierfache Torschütze Michal Dudovic war dabei die herausragende Figur im Spiel der Gastgeber.

Wegen Corona-Virus: Geisterspiel in Chur

Tags darauf ging es im «Geisterspiel» (der Kanton Graubünden hatte Zuschauer im Gegensatz zum Kanton Bern untersagt) in Chur im gleichen Stil weiter. Dem 7:0 im Schlussabschnitt von Spiel 1, liess der Ligadominator ein 4:0 im Startabschnitt folgen, womit die Entscheidung in diesem zweiten Playoff-Spiel eigentlich schon gefallen war.

Chur Unihockey war nie in der Lage, die Gäste richtig unter Druck zu setzen. Die beiden Tore im Mittelabschnitt fielen denn auch auf Penalty und in Überzahl. Der SVWE seinerseits schaltete im Mitteldrittel offensichtlich in den Verwaltungsmodus, agierte nicht mehr so konsequent im Abschuss, insbesondere die zweite Linie agierte zu verspielt.

Die Reaktion folgte dann aber im Schlussabschnitt, wohl auch angemahnt vom Coaching-Staff. Das Balltempo war plötzlich wieder bedeutend höher und auch die zweite Linie produzierte nun, letztlich gleich viermal. Das Endergebnis von 10:2 war am Ende ähnlich wie am Samstag, was in den Playoffs aber auch eine untergeordnete Rolle spielt. Der Meister ist auf Halbfinal-Kurs.

Änderungen wegen des Corona-Virus vorbehalten findet Spiel 3 am kommenden Samstag wieder in Kirchberg statt (19.00 Uhr). Die Nationalliga hält indes am kommenden Mittwoch noch eine ausserordentliche Versammlung ab, wo man sich mit der Thematik auseinandersetzen wird.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1