Handball
Aufsteiger Herzogenbuchsee schockt die Konkurrenz

Die Erstliga-Männer des HV Herzogenbuchsee überraschen als Aufsteiger die gesamte Liga. Nach fünf Spielen sind sie Leader.

Michael Lüthi
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az Langenthaler Tagblatt

Vor zehn Jahren haben die Männer des HV Herzogenbuchsee ihre bisher letzte und einzige Saison in der 1. Liga absolviert. Im allerletzten Spiel setzte es damals gegen Pratteln eine «Brause» ab. Nun, zehn Jahre später, gelingt den Bernern am letzten Wochenende gegen denselben Gegner beim 31:31 ein Punktgewinn und damit so etwas wie die späte Revanche. Als überraschender Leader sind die Buchser nach Pratteln gekommen - und auch nach fünf Spielen grüssen sie noch immer von der Spitzenposition.

Die Equipe von Trainer Markus auf der Maur überrascht die ganze Liga. «Klar ist es auch für mich eine Überraschung. Aber ich wusste schon in der letzten Saison, über welch grosses Potenzial meine Mannschaft verfügt», sagt der Trainer, der den HVH in der zweiten Saison coacht.

Der Dorfverein aus dem Oberaargau hat nach dem Aufstieg keine grossen Transfers getätigt (zwei Spieler aus der 2. Liga sind dazugestossen). Das würde nicht in die Philosophie des HVH passen. «Wir wollen unsere Spieler besser machen - das ist das Ziel», sagt Markus auf der Maur. Und er weiss, dass er gute Spieler in seinen Reihen hat. «Der Zusammenhalt stimmt. Wir sind wie eine Familie», sagt der Coach, der als Sportlehrer arbeitet. Er lege Wert auf seriöse Arbeit. Und auch die Bindung zwischen Trainer und Team scheint zu funktionieren. «Wir glauben gegenseitig aneinander.»

Der kleine Aufsteiger zeigt bisher also grosse Spiele und mischt ganz vorne mit. «Man muss auch etwas aufpassen. Klar ist es schön ganz vorne zu sein. Aber der Aufsteiger-Bonus ist jetzt weg», sagt Auf der Maur, der einst bei Wacker Thun in der NLA spielte. Er muss nun seine Jungs auf den richtigen Weg führen. Denn eigentlich war ja der Ligaerhalt das Saisonziel. «Aber dieses Team hat mehr drauf. Das haben die erfolgreichen Spiele gegen die etablierten Teams gezeigt. Wir müssen unsere Ziele jetzt neu definieren.»