Unihockey
Auf Torflut folgte erste Niederlage für den SV Wiler-Ersigen

Am Samstag lief beim SV Wiler-Ersigen alles perfekt, der zweite Einsatz in der Doppelrunde endete mit einer Niederlage in Chur.

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Wiler-Ersigen

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zvg

Nur 24 Stunden nach dem glanzvollen 17:2-Kantersieg auswärts gegen Waldkirch-St.Gallen erlebte der SV Wiler-Ersigen ein mentales Wechselbad und kassierte die erste Saisonniederlage. Trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung mussten die Berner am Ende den Ausfall von drei Verteidigern und eine 4:6-Niederlage einstecken.

Ein Hauptgrund für den am Ende verpatzten Auftritt gestern in Chur war das Pech auf der Verteidigerposition, fielen mit Schlüchter und Bischofberger doch früh gleich zwei Verteidiger aus, womit ab dem zweitem Spieldrittel nur noch fünf Abwehrspieler zur Verfügung standen, darunter der U21-Junior Jan Ziehli. Doch es sollte längst nicht das Ende der Ausfallserie sein.

Durch diese schwierige Konstellation und ständig wechselnde Verteidiger-Paare fehlten über alle drei Blöcke die Automatismen, womit das Offensivspiel nicht wunschgemäss aufgezogen werden konnte. Wenn dann auch noch die bislang gefährlichste Linie um Topskorer Deny Känzig einen schwachen Tag einzieht (0:2-Bilanz) wird es gegen jedes NLA-Team eng.

Drei Powerplaytore zur Wende

Die Churer nutzen die Gunst der Stunde, profitierten von den Problemen beim Gast und konnten gleich zu Beginn des Schlussdrittels eine Überzahlsituation ausnützen (geahndetes Bodenspiel Alders in der Offensivzone nach einem Ausrutschen an der Bande).

Von da an lief der Ball endgültig für das Heimteam, denn es folgten der dritte Verteidiger-Ausfall (diesmal Sesulka) und zwei weitere Strafen gegen den SV Wiler-Ersigen. Auch diese wurden von Chur ausgenützt und so wendeten die Gastgeber die Partie innerhalb von nur dreieinhalb Minuten.

Zwar versuchte Wiler, eine Reaktion zu zeigen, doch natürlich geht ein solcher Spielverlauf an keinem Team spurlos vorbei. Selbst zwei eigenen Überzahlsituationen blieben so ungenutzt und der Anschlusstreffer Lehtinens vier Minuten vor Schluss war auch nicht das benötigte Signal. Es war einfach nicht der Abend der Gäste und so sorgte Chur nur 90 Sekunden später mit dem Treffer zum 6:4 für die endgültige Entscheidung. (MSL)