«Wir sind auf Kurs, aber wir wollen mehr», erwähnt Herzogenbuchsee-Trainer Markus Auf der Maur. Die zweite Saison in neuer Umgebung ist in der Regel fast schwieriger zu meistern als die Erste. Für die Männer-Equipe des HV Herzogenbuchsee trifft dies aber nicht zu. Nachdem die Oberaargauer letzte Saison als Erstliga-Neuling gleich den sechsten Rang belegten, ist ihnen nun auch der Start in die zweite Saison geglückt. Nach sechs Spielen hat der HVH bereits sieben Punkte auf seinem Konto und liegt auf dem fünften Rang der Gruppe 3.

Schwierigkeiten hatte die Equipe von Cheftrainer Markus Auf der Maur aber dennoch zu bewältigen, auch im letzten Heimspiel gegen Aufsteiger SG Wahlen/Laufen. Lange Zeit wirkte das Spiel der Oberaargauer schwerfällig und unsicher. «In der ersten Halbzeit verzeichneten wir 20 Fehlschüsse und technische Fehler. Mit einer solchen Bilanz gewinnt man normalerweise kein Spiel», bestätigt Auf der Maur die ungenügende Leistung.

Stalder, der neue Schlüsselspieler

Man sei mit der offenen Abwehr der Gäste nicht klar gekommen, gibt HVH-Spieler Tobias Stalder zu verstehen. Der 25-jährige Langenthaler ist der neue Schlüsselspieler, der den letztjährigen Topskorer Samuel Schärer (wechselte zu Zofingen in die NLB) ersetzen muss. Eine Aufgabe, die Stalder zweifellos erfüllen kann, spielte er doch einige Jahre in der NLA und zuletzt in der dritten Bundesliga bei der TSG Söflingen. Aber noch sei man nicht optimal aufeinander abgestimmt, sagt er.

Aber zumindest reichte eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zum angestrebten Sieg über Wahlen/Laufen. «Wir waren das ausgeglichenere Team», hielt Kaufmann Stalder fest. HVH-Trainer Auf der Maur bestätigte Stalders Eindruck: «Der Gegner verfügte lediglich über zwei Spieler, die gut werfen konnten, ansonsten wies die Equipe kein Erstliga-Niveau auf. Deshalb müssten wir diesen Gegner eigentlich höher bezwingen.» Der 46-jährige Sportlehrer, der die dritte Saison beim HVH amtet, gibt seiner Equipe aber die nötige Entwicklungszeit. «Wir stehen nicht unter Druck, befinden uns gesamthaft auf Kurs. Aber wir wollen mehr.»

Das Ziel sind die Top 4

Diese Meinung vertritt auch Jürg Lüthi, Präsident des HVH. «Wir möchten auch diese Saison einen Schritt vorwärts machen», erwähnt er und gibt als Ziel eine Klassie-
rung unter den vier besten Teams an. Der 42-jährige Maschinen-Ingenieur blickt aber weiter voraus und gibt zu, dass man sich beim HVH vorstellen könnte, einmal über eine NLB-Männerequipe zu verfügen, da der Verein talentierte Nachwuchsspieler hat. «Einen solchen Schritt forcieren wir aber nicht. Im Moment haben wir einfach Freude an der Entwicklung, die stattfindet», sagt Lüthi.