Volleyball

Auf eigenen Wunsch: Lucian Jachowicz verlässt den TV Schönenwerd per sofort

Lucian Jachowicz (2. v. r.) verlässt den TV Schönenwerd.

Lucian Jachowicz (2. v. r.) verlässt den TV Schönenwerd.

Auf Wunsch von Lucian Jachowicz wird sein Vertrag mit dem NLA-Vertreter TV Schönenwerd aus persönlichen Gründen per sofort aufgelöst.

Kurz vor den Playoffs verliert der in der NLA auf dem fünften Platz klassierte TV Schönenwerd seinen deutschen Passeur Lucian Jachowicz. Der 26-Jährige löste den Vertrag mit dem Verein auf eigenen Wunsch auf. Über die Gründe, welche zu seinem Entscheid geführt hatten, wollte sich Jachowicz nicht äussern. Er werde der Region aber auf jeden Fall treu bleiben: «Ich werde in der Schweiz bleiben, und weiterhin als Sekundarlehrer in Trimbach arbeiten.» Volleyball wird er in dieser Saison nur noch zum Plausch mit seinen Lehrer-Kollegen spielen. Die Regularien lassen keinen Transfer mehr zu. «Ich wäre an einem Transfer auch gar nicht interessiert gewesen», stellt Jachowicz klar, «ich bin glücklich mit meinem Job hier.» Auch über die Saison hinaus ist seine sportliche Zukunft noch offen: «Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich beim TV Schönenwerd irgendeine Rolle übernehmen werde.» Lachend fügt er an: «Die finden mich nicht doof wegen meiner Vertragsauflösung, es war ein bedauerlicher Entscheid.»

«Nicht im Schlechten auseinander»

Vom «einzigen vernünftigen Entscheid» spricht Sportchef Daniel Bühlmann. Dieser sei sogar absehbar gewesen. «Lucian Jachowicz und Trainer Bujar Dervisaj haben es nicht geschafft, klar zu kommunizieren und waren einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge», so Bühlmann, «das gibt es im Sport und das ist auch überhaupt nicht wertend gemeint. Beim einen Trainer blüht ein Spieler auf und beim anderen geht er unter.» Man gehe aber auf keinen Fall im Schlechten auseinander, stellt Bühlmann klar.

Coach Dervisaj kommentierte den Abgang seinen Passeurs diplomatisch: «Es ist schade, dass er den Vertrag aufgelöst hat – er ist ein sehr guter Spieler.» Der Mannschaft wurde der Entscheid am Montagabend im Training mitgeteilt. Das Team habe sich aber umgehend wieder auf seine Ziele in der Meisterschaft konzentriert. «Die Leute, die wir jetzt im Boot haben, müssen ihr Bestes geben; jeder an seinem Ruder», blickt Dervisaj der entscheidenden Phase der Meisterschaft entgegen. Neu ins Playoff-Boot einsteigen wird sein Sohn Leon. Der erst 17-jährige Junioren-Nationalspieler erlebte mit Schönenwerds zweiter Mannschaft bislang eine starke Saison. Als Aufsteiger schaffte das Team in der NLB die Qualifikation für die Playoffs. «Das zeigt, wie gut die Nachwuchs-Arbeit beim TVS ist», äussert sich Dervisaj, «für mich gab es keine bessere Wahl, und ich bin fest überzeugt, dass er seinen Job machen wird. Einen Bonus wird er sicher nicht haben, auch wenn er mein Sohn ist.»

Grosses Vertrauen in Reto Giger

Befürchtungen, dass nach dem Abgang des routinierten Jachowicz nun eine zu grosse Last auf den Schultern der Nummer 1 Reto Giger lasten könnte, hat Bujar Dervisaj nicht: «Er hat die volle Unterstützung von seien Mitspielern und dem Staff. Von mir aus ist er die klare Nummer 1. Es wird Zeit für ihn zu zeigen, was er drauf hat.» Giger vermochte in dieser Saison schon viele Punkte mit seinen Sprungservices zu verbuchen und glänzte auch am Block immer wieder. «Wir haben volles Vertrauen in Reto», meint denn auch Sportche (nch)

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