Kanu

Auf der malerischen Soca auf Medaillenkurs

Solothurner Medaillenanwärterinnen: Melanie Mathys (l.) und Chantal Abgottspon. Reto Schläppi

Solothurner Medaillenanwärterinnen: Melanie Mathys (l.) und Chantal Abgottspon. Reto Schläppi

An den Europameisterschaften im slowenischen Bovec, wollen mit Melanie Mathys und Chantal Abgottspon zwei Solothurner Kanutinnen auf das EM-Podest.

Seit gestern findet in Bovec die EM in der Wildwasserabfahrt statt. Zum Schweizer Team gehören auch zwei Solothurnerinnen, Melanie Mathys (Solothurn) und Chantal Abgottspon (Büren SO) und beide gehören zu den weltbesten Kanutinnen. Die zweifache Juniorenweltmeisterin 2012 Melanie Mathys hat ihre Juniorenkarriere im letzten Jahr mit dem Maximum an Titeln abgeschlossen und wo andere den Anschluss an die Elite-Katogerie mühsam erkämpfen müssen, ist sie bereits ganz vorne an der Spitze der Elite mit dabei.

Ihre internationale Saisonausbeute spricht für sich: Drei Starts an internationalen Sprintrennen schloss sie mit drei Siegen ab und sie macht sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz auf dem EM-Podest. «An den internationalen Rennen bisher waren zwar mit den Deutschen und den Franzosen zwei der stärksten Nationen am Start, erst an der EM wird aber ein Vergleich mit allen Nationen möglich sein», sagt Melanie Mathys. Die Sportklassenschülerin befindet sich momentan mitten in der Matur und am vergangenen Freitag schloss sie den schriftlichen Teil ab. Am Samstag reiste sie mit dem Team nach Slowenien und auch auf die mündliche Matur hin gibt es mit der vorher stattfindenden Sprint-Weltmeisterschaften eine schwierige Maturvorbereitung.

Abgottspons schöne Erinnerungen

Die zweite Solothurnerin Chantal Abgottspon erinnert sich gerne an die letzte EM 2011 zurück. Mit zwei fehlerlosen Sprintläufen konnte sie überraschend den Vize-Europameistertitel holen. Die Psychologiestudentin will natürlich alles versuchen, den Exploit zu wiederholen. Auch an die EM-Strecke auf der Soca hat sie sehr gute Erinnerungen. Sie gewann dort 2011 ihr erstes Weltcuprennen und damit zugleich den Gesamtweltcup.

Ihr kommt das neue Reglement für Sprintläufe entgegen. Bisher zählten immer beide Läufe zusammen und ein Fahrfehler in einem der beiden Läufe wirkte sich sehr gravierend aus. Neu zählt nur noch der schnellere Lauf und die Medaillen werden in einem Finallauf der besten Zwölf vergeben. Nachdem Chantal Abgottspon bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften im letzten Jahr zweimal im Schlaf die Schulter ausgekugelt hat und in der wichtigen Vorbereitungsphase lange Genesungspausen einlegen musste, konnte sie in diesem Winter optimal trainieren und fühlt sich fit und gut vorbereitet.

Mit der mehrfachen Weltmeisterin Sabine Eichenberger hat das Schweizer Frauenteam eine weitere Topathletin an der EM dabei. Bei den Teambewerben über die klassische Strecke und den Sprint gehört das Schweizer Damenteam zu den sicheren Medaillenanwärtern. Sie standen in den letzten Jahren mehrmals an der EM und der WM auf dem Podest und sie haben gemäss dem Nationaltrainer Stephan Greier durchaus Potenzial für eine Goldmedaille.

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